23 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Der Wall steht

Lärmschutz Der Wall steht

Der neue Lärmschutzwall an der Bundesstraße 202 in Rendsburg-Süd ist fast fertig. Ein Bagger hat am Donnerstag noch den Hügel mit Muttererde abgedeckt. An diesem Freitag ist Ortstermin mit einer Gartenbaufirma aus Jevenstedt, die Büsche und Bäume pflanzt. Fünf Jahre haben Anwohner darauf gewartet.

Voriger Artikel
Sexmaschinen auf dem Bauernhof
Nächster Artikel
Reger Nachwuchs rettet Haus der Jugend

Baufahrzeuge decken den Wall mit Mutterboden ab.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg-Süd. Der Lärmschutzwall ist rund 160 Meter lang, sagt Heiko Hinrichsen vom Tiefbauamt der Stadt. Sein Fuß liegt in einer Senke neben der Bundesstraße 202 auf einem ehemaligen Grünkohlfeld. Die Krone des Hügels überragt die Fahrbahn um vier Meter. Mit dem Bau erfüllte die Stadt eine Forderung von Anliegern, die vom Lärm auf der viel befahrenen Straße genervt sind. Dieser Teil der B 202 verbindet das Ende der Autobahn 210 mit dem Kanaltunnel. Er gehört zu einer wichtigen Ost-West-Verbindung im Lande.

„Wir haben viel erreicht“, sagte Stefan Joachim Dohm am Donnerstag. Er hat lange zusammen mit Nachbarn für den Lärmschutz gekämpft. Anlieger, die direkt hinter dem Wall wohnen, seien erleichtert, weil es deutlich leiser geworden sei. Neben dem neuen Wall in Richtung Kiel hat Orkan „Christian“ vor zwei Jahren in einem kleinen Wald gewütet. Wer dahinter wohne, klage jetzt über mehr Lärm. Für ihn selbst habe sich nichts geändert, sagt Dohm. Er wohnt ungeschützt zwischen den Resten des Waldes und der neuen Anschlussstelle des Schwerlasthafens an die Bundesstraße 202.

Sand für den Wall hat die Stadt in mehreren Schichten auftragen lassen. Das Material kam vom nahe gelegenen Schwerlasthafen und der Baustelle der Firma Bögl, sagt Hinrichsen.

Die Anlieger mussten lange auf den Lärmschutz warten. Vor fünf Jahren hatte der damalige Bürgermeister Andreas Breitner ihn den Bürgern versprochen. Dann verzögerten Finanzierungsverhandlungen mit dem Bund die Sache. Nachdem der Bund zugesagt hatte, dass er die Baukosten von 550.000 Euro übernimmt, begann Rendsburg im Februar mit dem Bau. Die Planungskosten von rund 80.000 Euro habe die Stadt übernommen, sagt Heiko Hinrichsen vom Tiefbauamt im Rathaus.

Unter dem Hügel lag eine große Moorlinse, die zunächst ausgebaggert werden musste. Den Aushub kippte die Stadt ins nahe Wilde Moor. Es wurde mehr als anfangs gedacht. Statt 150 Lkw-Fuhren musste die Stadt 175 ins Wilde Moor fahren lassen, sagte Hinrichsen am Donnerstag. Am Ende seien es rund 3500 Kubikmeter Moorlinse gewesen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3