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Flüchtlinge in Arbeit bringen

Volkshochschule Rendsburg Flüchtlinge in Arbeit bringen

Flüchtlinge fit machen für den Arbeitsmarkt. Die Volkshochschule Rendsburg will sich an einem Gemeinschaftsprogramm von Landesregierung und Arbeitsagentur beteiligen. Geplant sind Sprachkurse und Praktika. Die VHS sucht die Zusammenarbeit mit anderen Bildungsinstituten im Kreis.

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Rainer Nordmann ist seit sechs Jahren Leiter der Volkshochschule in Rendsburg.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Begleiteter Übergang für Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung in Schleswig-Holstein heißt das Programm. Beteiligt sind Arbeitsagentur, Wirtschaftsministerium, Bildungsministerium und Investitionsbank. Ende März/Anfang April sollen die Richtlinien stehen, dann können sich Bildungsinstitute bewerben, sagt Harald Haase, Pressesprecher des Wirtschaftsministeriums „Ziel ist eine flächendeckende Verteilung.“ Landesweit rechnet das Ministerium mit rund 2000 Teilnehmern, etwa Asylbewerber mit „guter Bleibeperspektive“ wie Eritreer, Iraker, Iraner, Syrer.

Im Kreis Rendsburg-Eckernförde rechnet VHS-Leiter Rainer Nordmann mit „120 bis 200“ möglichen Teilnehmern. Er hat Aspiranten im Auge. Da ist beispielsweise das junge Ehepaar aus dem Iran. Beide sind Christen, wohnen seit eineinhalb Jahren in Rendsburg, sind als Flüchtlinge anerkannt und haben einen Sprachkursus bei der VHS absolviert, sagt Nordmann. Der Ehemann habe in seiner Heimat als Ingenieur in der Erdölindustrie gearbeitet und könnte mit Hilfe des Programms einen Job bei einer hiesigen Firma bekommen. Seine Ehefrau sei Physikerin, sie könnte als Lehrerin in einer Gemeinschaftsschule oder einem Gymnasium unterrichten, findet der VHS-Leiter.

Um sich für das Programm bewerben zu können, lässt Nordmann zurzeit sein Haus von der Bundesagentur für Arbeit bewerten. Im März rechnet er mit dem Gütesiegel.

Pädagogen, Sozialarbeiter, Sprachlehrer und Fachlehrer sollen den Flüchtlingen helfen, Arbeit zu finden. So sollen im Ausland erworbene Zeugnisse auf ihre Tauglichkeit hierzulande geprüft und das deutsche Rechts- und Sozialsystem gelehrt werden. „Wir können unsere Kernkompetenz als VHS einbringen“, sagt Nordmann. Seit Jahren erteilt sein Haus Sprachkurse für Ausländer und berufsbezogenen Unterricht für Kaufleute oder Pfleger. Nordmann sucht nun Kontakt zu anderen Bildungsinstituten, um eine gemeinsame Bewerbung für den Landkreis Rendsburg-Eckernförde auf die Beine zu stellen.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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