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Ohne Hütte in den Winter

Waldkindergarten Ohne Hütte in den Winter

Der Waldkindergarten "Die Tummetotts" in Rendsburg macht jetzt eine Woche Ferien. Am 1. November geht es weiter. Dann kann das Wetter ungemütlich werden. Am Tag vor den Ferien besuchte Falkner Sven Christophersen mit Habicht "Thyra" die staunenden Kinder im Gerhardshain.

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Falkner Sven Christophersen zeigt seinen Habicht "Thyra" den staunenden Tummetotts-Waldkindern.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Mit großen Augen beobachteten die Kinder jede Bewegung von "Thyra" auf der Faust von Sven Christophersen. Der Falkner mit Schlapphut und Lederhose ist der Vater von Frieda, einem der "Tummetotts"-Kinder. Lernen in der Natur steht ganz oben auf dem Plan des Waldkindergartens. Doch das kann nach der Ferienwoche ungemütlich werden. Denn nach wie vor haben die "Tummetotts" weder Schutzhütte noch Bauwagen.

Angewiesen aufs Nordkolleg

Die Rechtslage ist weiterhin ungeklärt, sagt Martin Richter-Sojka, Vorsitzender des Vereins "Kind und Demokratie", der hinter dem Waldkindergarten "Die Tummetotts" steht. Und so bleiben die Kinder und ihre Betreuer weiter angewiesen auf das Nordkolleg am Rand des Gerhardshains. In den Rückzugsraum dort dürfen sie aber nur bei extrem schlechtem und gefährlichem Wetter, sagt Richter-Sojka, also bei extremer Kälte, Starkregen, Gewitter, Sturm und heftigen Böen.

Gärtner Jochen Bock hilft

"Wir haben Sorgen", sagt Lena Richter, die Leiterin des Waldkindergartens. "Wir haben schon einen Winter durchgemacht und jetzt nochmal. Die Kinder brauchen einen warmen Rückzugsort. Ohne das Nordkolleg könnten wir diese Jahreszeit nicht überstehen." Sie haben in dem Bildungsinstitut nicht nur ihren Raum  für Extremwetter sondern auch die Hilfe von Gärtner Jochen Bock. Wenn es im Wald richtig ungemütlich wird, erntet der im Nordkolleg-Garten mit den Kindern Äpfel und Kürbisse, pflanzt Krokusse, legt ein Beet an.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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