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Waldorfschule droht Zahlungsunfähigkeit

Rendsburg Waldorfschule droht Zahlungsunfähigkeit

Die Waldorfschule in der Nobiskrüger Allee in Rendsburg steht vor argen wirtschaftlichen Problemen. Selbst eine Insolvenz ist möglich. Die Gründe: Schülerzahlen sinken, Gebäude müssen dringend saniert werden, Pensionszusagen gegenüber in den Ruhestand verabschiedeten Lehrern sind ungedeckt.

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Der Waldorfschule in der Nobiskrüger Allee fehlen Schüler.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Er erwäge einen Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht in Neumünster, teilte der Interimsvorstand der Rendsburger Waldorfschule am Mittwoch mit. Am gleichen Abend sollten die Eltern in einer Versammlung über die Lage informiert werden. Sollte es keine Rettung für die Schule geben, "wird der Trägerverein wahrscheinlich Ende Oktober einen Insolvenzantrag stellen", schreibt Peter Grams in einer Presseerklärung. Der Jurist ist Fachanwalt für Insolvenzrecht, die Schule hat ihn als Berater engagiert.

Schulbetrieb soll weiter laufen

Wenn die Schule frühzeitig den Insolvenzantrag in einem "Stadium der bloß drohenden Zahlungsunfähigkeit" stelle, bestünden "die besten Sanierungschancen", und der Schulbetrieb könne "ohne Einschränkungen bestehen bleiben", meint Grams. Auch Henning Kullak-Ublick, Sprecher beim Bund der Freien Waldorfschulen, sagt: "Die Schule ist nicht zahlungsunfähig. Sie kann alles bezahlen, was bezahlt werden muss."

Suche nach Rettungsschirm

Bevor sie einen Insolvenzantrag stelle, prüfe die Schule noch, ob sie mit Stiftungen und dem Bundesverband der Waldorfschulen einen Rettungsschirm für das Haus aufspannen kann, erklärte der Jurist Grams am Mittwoch weiter. Nähere Hintergründe für die wirtschaftlichen Probleme wollte Thomas Felmy, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen, nicht nennen.

Betriebsbedingte Kündigungen

"Wir brauchen Ruhe und Zeit", sagte Felmy. Die Schule arbeite an einem Konzept für die Zukunft. "Es geht darum, die Schule zu schützen. Das ist unser vorrangiges Ziel." Die Schule hat nach Informationen dieser Zeitung bereits betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen. Felmy wollte sich dazu nicht äußern.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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