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Neue Höhenkontrolle am Tunnel

Rendsburg Neue Höhenkontrolle am Tunnel

Erstmals soll eine elektronische Höhenkontrolle den Kanaltunnel in Rendsburg sichern. Ein Großteil der Technik mit Lichtschranken und Kameras an Masten sowie Induktionsschleifen in der Fahrbahn ist installiert. Einsatzbereit soll die Kontrolle zur Öffnung der Oströhre sei. Bisher gab es nur Schilder an den Einfahrten.

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Über der Bundesstraße 77 ragen Stahlarme mit Lichtschranken: Die neue elektronische Höhenkontrolle.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Wie Galgen ragen zwei große Stahlmasten mit gut 14 Meter langen Auslegern über die Bundesstraße 77 an den beiden Zufahrten zum Kanaltunnel. Rund 40 Tonnen schwere Betonfundamente halten sie im Boden. Oben sind jeweils drei Lichtschranken installiert, derzeit 3,80 Meter über der Fahrbahn, noch ist Probebetrieb, die Höhenkontrolle ist noch nicht scharf geschaltet, sagt Frithjof Garrn, der Bauleiter für die Großsanierung des Kanaltunnels. Zur Freigabe der Oströhre sollen die Schranken frei geschaltet werden und in einer Höhe von gut vier Metern auslösen.  Nach dem derzeitigen Stand geht das Wasser- und Schifffahrtsamt davon aus, dass der Verkehr voraussichtlich ab Ende April/Anfang Mai durch die seit Mitte 2012 geschlossene Oströhre rollt.

Insgesamt vier elektronische Höhenkontrollen gibt es vor den Tunneleinfahrten, neben den Galgen über der Bundesstraße 77 stehen Masten an den Zufahrten von der Berliner Straße in Rendsburg und der Bundesstraße 202 Höhe Westerrönfeld. Sie werden mit Kameras, Ampeln und Induktionsschleifen verbunden, sagen Frithjof Garrn und Kai Lange vom Landesbetrieb Verkehr. Zu große Fahrzeuge lösen die Kontrolle aus, dann springt die Ampel auf Rot. Vom Tunnelleitstand in Westerrönfeld aus werde dann die Polizei informiert, die den Lkw zurück lotst und den übrigen Verkehr vorbei leitet, sagen Garrn und Lange.

Die elektronische Höhenkontrolle soll verhindern, dass Lkw, Kranwagen oder Schlepper Lampen, Kameras, Verkehrsschilder und Ventilatoren in und am Tunnel abrasieren, erklärt Garrn. Bisher warnen nur Verkehrsschilder. Mehr als vier Meter hohe Fahrzeuge müssen draußen bleiben. Die Schilder halfen nur bedingt. So rammte ein Lkw vor zehn Jahren Verkehrssignale, im Jahr 1999 kratzte ein Trecker mit seiner ausgefahrenen Silageschaufel auf 140 Metern Putz von der Tunneldecke.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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