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8800 Bäume für den Gerhardshain

Rendsburg forstet auf 8800 Bäume für den Gerhardshain

Im Gerhardshain, einem etwa 45 Hektar großen Forst im Westen Rendsburgs nahe dem Nord-Ostsee-Kanal, hat die Stadt nach Angaben von Bürgermeister Pierre Gilgenast eine knapp 30000 Quadratmeter große Fläche mit 8800 Bäumen aufforsten lassen. Vor zwei Jahren hatte Orkan Christian dort gewütet.

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Wilhelm Oeltzen (von links) informiert Pierre Gilgenast und Timo Seehusen von der Stadtverwaltung: „Unter den 8800 neu gepflanzten Bäumen sind 4000 Rotbuchen.“

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. Im Gerhardshain, der nach Graf Gerhard dem Großen, der bis vor 675 Jahren in Rendsburg lebte, benannt ist, hatte der Orkan Christian im Oktober 2013 ganze Arbeit geleistet. „Eine Windböe hatte etwa 1200 Rotbuchen, Bergahorne, Stieleichen und Eschen wie Streichhölzer umgeknickt“, blickte Wilhelm Oeltzen, Bezirksförster der Landwirtschaftskammer und Forstberater der Stadt, zurück. Betroffen gewesen seien bis zu 150 Jahre alte und bis zu 30 Meter hohe Bäume. „Der Bestand war in Ordnung. Alle Bäume waren gesund und kräftig gewachsen.“

 Zurückgeblieben auf der Fläche sind die Stubben. „Wir wollten dokumentieren, wozu die Natur fähig ist. Außerdem haben wir mit leichtem Gerät aufgeräumt, um die Natur so weit wie möglich zu schonen“, sagte Oeltzen. Je 4000 Rotbuchen und Bergahorne, 520 Stieleichen und 300 Roteichen, etwa vier Jahre alt und bis zu 1,40 Meter hoch, seien im Herbst vergangenen Jahres gepflanzt worden. „Eschen kamen wegen des sich ausbreitenden kleinen Engelpilzes nicht in Frage.“ Im Endbestand würden in 100 Jahren zwischen 600 und 700 Bäume übriggeblieben sein.

 Mit der Entwicklung der Anpflanzung ist der Forstberater zufrieden. „Der Anwuchs ist kräftig. Es hat nur minimale Ausfälle gegeben.“ Mit der grünen Lunge ist es zunächst jedoch vorbei. „Der frühere Baumbestand hat jährlich bis zu 27 Tonnen Sauerstoff produziert. Die Neuanpflanzung wird erst in zehn bis 15 Jahren drei bis sechs Tonnen jährlich erzeugen und sich dann steigern“, hat Oeltzen ausgerechnet.

 Nach Angaben von Gilgenast hat die Anpflanzung 17500 Euro gekostet. Die Fielmann AG habe 5400 Euro als Spende dazu gegeben. Von dem Bruchholz habe die Stadt 2000 Festmeter zum Preis von 40000 Euro verkauft. wm

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