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Ein Haus für 30 Flüchtlinge

Rendsburg Ein Haus für 30 Flüchtlinge

Die Stadt Rendsburg steht kurz vor der Übernahme der ehemaligen Bundeswehr-Standortverwaltung in der Kaiserstraße - zum Nulltarif. Das rote Backsteingebäude steht seit Jahren leer, es gehört dem Bund. Die Stadt will es ab Mitte nächsten Jahres als Unterkunft für 30 Flüchtlinge nutzen.

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Die ehemalige Bundeswehr-Standortverwaltung in der Kaiserstraße in Rendsburg steht seit Jahren leer.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Seit Ende letzten Jahres verhandelt die Stadt mit dem Bund um eine Übernahme. Der Vertrag mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) sei ausgehandelt, er liege aber noch nicht schriftlich vor, sagt Rendsburgs Kämmerer Herwig Schröder. Das Gebäude sei der Stadt bereits übergeben. „Wir haben die Schlüsselgewalt.“

Voraussichtlich übernimmt auch der Bund die Kosten des Umbaus. Schröder: „Wir müssen die Planung noch mit der Bima absprechen, damit die Bima 100 Prozent übernimmt.“ Die Stadt rechne mit Umbaukosten von rund 785.000 Euro, sagt der stellvertretende Bauamtsleiter Günter Dahl. Das Geld zahle Rendsburg zunächst, wolle es sich aber vom Bund erstatten lassen, erklärte Bürgermeister Pierre Gilgenast.

Auch wenn die Zahl der ankommenden Flüchtlinge derzeit sinkt und in der Stadt für Asylbewerber angemietete Wohnungen leer stehen, brauche Rendsburg mit Sicherheit das Gebäude, versicherte Gilgenast. Das Gebäude sei zumindest als Reserve „unverzichtbar“. In die Standortverwaltung würden Flüchtlinge einziehen, die der Kreis der Stadt zuweisen würde. Das vor wenigen Tagen geöffnete Lager in der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne ist dagegen eine Erstaufnahme des Landes für grade angekommene Asylbewerber.

Vor der Stadt hatte der Kreis sich um die ehemalige Standortverwaltung in der Kaiserstraße bemüht, dann aber zurückgezogen. Der Kreis wollte in dem Gebäude eine eigene zentrale Unterkunft einrichten.

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