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Haus für Flüchtlinge zum Nulltarif

Rendsburg Haus für Flüchtlinge zum Nulltarif

Bisher galt in Rendsburg diese Linie: Flüchtlinge ziehen dezentral in Wohnungen. Aber es sollen zu viele Menschen kommen. Daher will sich Rendsburg den Weg zur zentralen Unterbringung in der ehemaligen Standortverwaltung öffnen. Das Angebot klingt verlockend: Miete des Hauses in der Kaiserstraße zum Nulltarif.

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Die Stadt Rendsburg will die alte Standortverwaltung an der Kaiserstraße samt 4000 Quadratmeter großem Grundstück.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. In angemieteten Wohnungen in den Stadtteilen hat Rendsburg nach eigenen Angaben bisher 125 Flüchtlinge untergebracht. Unter anderem leben die Menschen jetzt in Blocks in Mastbrook. Weitere Wohnungen für 150 Menschen hat die Stadt in der Hinterhand. Aber nach einer Prognose des Kreises sollen in den nächsten Wochen noch einmal 150 Flüchtlinge kommen, die die Stadt unterbringen muss. Ob die Stadt für diese Menschen genügend Wohnungen anmieten kann, ist ungewiss. Da kommt ein verlockendes Angebot grade recht.

Nach einem entsprechenden Haushaltsbeschluss des Bundestages sollen leer stehende Gebäude, die noch dem Bund gehören, den Kommunen mietfrei als Unterkünfte für Flüchtlinge angeboten werden. Dazu würde der Bund die Gebäude auf eigene Kosten herrichten, damit sie nutzbar sind. Das sagte Rendsburgs Kämmerer Herwig Schröder am Donnerstagabend in einer Sitzung des Senats. 

Für die Stadt bedeutet das: Sie könnte das zweigeschossige rote Backsteingebäude der ehemaligen Standortverwaltung (Stov) in der Kaiserstraße zum Nulltarif übernehmen. Rendsburg hat auch Interesse an dem dazu gehörenden 4000 Quadratmeter großen Grundstück. Notfalls könnte die Stadt dort dann Wohncontainer aufstellen, wenn der Platz nicht reicht, sagt Schröder. Nach einer Schätzung des Kreises vom Anfang des Jahres könnten rund 90 Flüchtlinge in die Stov ziehen.

„Wir setzen alles daran, dass wir die Stov so schnell wie möglich bekommen“, versicherte Schröder am Freitag: „Auf jeden Fall wollen wir auch das Grundstück haben. Das werden wir heute noch der Bima signalisieren. Das muss zügig über die Bühne gehen.“ Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, kurz Bima, ist die Eigentümerin. Notfalls will die Stadt die Immobilie auch kaufen, hat der Senat beschlossen. Der Bund hatte die ehemalige Stov dem Kreis zuletzt für 80000 Euro als Flüchtlingsunterkunft angeboten. Der Kreis brauchte sie aber nicht.

Denkbar sei, dass Rendsburg die ehemaligen Büros in der Stov als provisorische Unterkunft für 90 Flüchtlinge nutzt, sagte Schröder. Als zweiter Schritt sei der Umbau des Gebäudes zu einem Wohnhaus für 30 bis 40 Menschen möglich.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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