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24 Stunden unter Kontrolle

Rendsburger Kanaltunnel 24 Stunden unter Kontrolle

Schummerig ist das Licht im schmucklosen Flachbau am Meesdiek. Monitore an der Wand und am lang gezogenen Tisch davor, rote und graue Knöpfe und Tasten auf Schaltpulten, vier Telefone, ein Mikrofon: Die Leitstelle für den Rendsburger Kanaltunnel, sie ist rund um die Uhr besetzt.

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Monitore, Telefone, Schaltpulte: Kabil Langel hat den Rendsburger Kanaltunnel vom Leitstand aus unter Kontrolle.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Rund 20 Kameras sind auf den fließenden Verkehr in der sanierten Oströhre des Rendsburger Kanaltunnels und den Zufahrten gerichtet, zählen Kabil Langel und sein Kollege durch. Damit gehören die Strecke unter dem Nord-Ostsee-Kanal und das direkte Umfeld zu den am dichtesten überwachten Bereichen im Großraum Rendsburg. Es gehe um die Sicherheit, sagt Jörg Winkelmann, Außenbezirksleiter beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt.

„Ich habe das Gefühl, eine große Verantwortung zu haben“, sagt Kabil Langel, der 24 Jahre alte gelernte Industriemechaniker stammt aus Sri Lanka. Bei einem Unfall muss er den Verkehr per Signal anhalten, Ampeln auf Rot stellen, Rettungsdienste und Polizei alarmieren. Auf den Monitore vor seinem Arbeitsplatz sieht er bis zu 18 Kameraeinstellungen - Einfahrt in die Oströhre, Durchfahrt, Ausfahrt. Langel kann sich in den Tunnel zoomen, Bilder per Knopfdruck vergrößern. Intuitiv bewegt er sich durch die virtuelle Realität, weiß, wann er welche Taste drücken muss. „Ich bin mit dem Computer aufgewachsen.“

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