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Oströhre soll zum 1. Oktober öffnen

Rendsburger Kanaltunnel Oströhre soll zum 1. Oktober öffnen

Die seit über vier Jahren gesperrte Oströhre im Rendsburger Kanaltunnel soll in der Nacht zum 1. Oktober 2016 öffnen. Das sei derzeit der Plan, sagte ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts am Freitagmittag nach einem Runden Tisch mit Vertretern aus der Region.

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Seit mehr als vier Jahren ist die Oströhre im Rendsburger Kanaltunnel gesperrt.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Das Endergebnis einer dreitägigen Tüv-Prüfung seit Anfang dieser Woche im Tunnel liege noch nicht vor, sagte Sönke Meesenburg, der Leiter der für die Großsanierung  zuständigen Planungsgruppe Nord-Ostsee-Kanal beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA). Es gebe aber Teilergebnisse. Derzeit spreche nichts gegen eine Freigabe der Oströhre in der Nacht zum 1. Oktober. "Ich gehe davon aus, dass das der Zeitpunkt ist. An dem Ziel halte ich fest. Aus meiner Sicht sieht es derzeit gut aus."

Auf einen vierspurigen Betrieb in den beiden Röhren des Kanaltunnels müssen die Autofahrer dagegen noch warten, sagte Meesenburg. Zunächst plane seine Behörde Reinigungsarbeiten und Bauwerksprüfungen in der alten Weströhre, durch die der gesamte Nord-Süd-Verkehr seit mehr als vier Jahren rollt. Voraussichtlich zwei Wochen dauerten die Arbeiten in der Weströhre. Möglicherweise auch länger. "Ich weiß nicht, was wir bei der Untersuchung feststellen." Denkbar seien Reparaturen im Asphalt oder Beton der Röhre.

Vierspurig mit Tempo 50

Danach könne der Verkehr zunächst vierspurig rollen, bis die Sanierung der Weströhre beginnt. Technische Probleme mit den unterschiedlichen rechnergestützten Systemen in den beiden Röhren gebe es nicht, versicherte Meesenburg. Vor wenigen Tagen hielt er noch solche Schwierigkeiten für denkbar.

Einen Zeitpunkt für die Freigabe beider Röhren könne er derzeit nicht nennen, erklärte der Leitende Baudirektor des WSA. Aus Sicherheitsgründen dürfe der Verkehr voraussichtlich nur mit Tempo 50 in beide Richtungen fahren. Vor der Großsanierung galt eine Höchstgeschwindigkeit 80 km/h im Tunnel.

"Ein erheblicher Gewinn"

„Wir freuen uns, dass jetzt ein Ende der Sperrung der Oströhre in greifbare Nähe rückt“, sagte Sebastian Schulze vom Unternehmensverband Mittelholstein, der am Freitag in der Kanalverwaltung in Kiel-Holtenau mit am Runden Tisch saß. „Ich denke wir sind auf einem guten Weg.“ Er begrüßte auch, dass der Verkehr noch im Oktober durch beide Röhren fließen soll. „Das ist ein erheblicher Gewinn.“ Vor wenigen Tagen stand das aus technischen Gründen noch infrage. Für die Sanierung der alten Weströhre sei nun ein Zeitplan mit einem „verlässlichen Enddatum“ nötig, „auf das sich die Wirtschaft einstellen kann und damit es nicht Woche für Woche neue Überraschungen gibt“.

„Es ist sehr erfreulich, dass wir nun einen verbindlichen Termin haben“, meinte Carsten Ludwig von der Kreisverwaltung zu dem Treffen bei der Kanalverwaltung in Kiel. Die Kreisverkehrsaufsicht muss die mit einer vorübergehenden Vollsperrung des Tunnels verbundene Umleitung des Verkehrs in die Oströhre in der Nacht zum 1. Oktober genehmigen. „Das wird von uns unverzüglich bearbeitet. Wir sind darauf vorbereitet“, versicherte der Spitzenbeamte.

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Hans-Jürgen Jensen
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