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Rhealistische Zeiten auf See

Wattenbeker Rechtsanwalt veröffentlicht Roman Rhealistische Zeiten auf See

Warum schreibt ein pensionierter Rechtsanwalt einen Roman? Weil der 68-jährige Stephan Claus-Kröger die Seefahrt und alte Holzschiffe liebt, und vor 30 Jahren seinen gesamten Besitz für eine gewisse Zeit gegen einen dänischen Frachtensegler eingetauscht hatte.

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Die „Rhea“ ziert das Titelcover: Stephan Claus-Kröger aus Wattenbek hat seinen ersten Roman veröffentlicht und stellt ihn jetzt bei einer Lesung in Bordesholm vor.

Quelle: Frank Scheer

Wattenbek. Träume soll man leben. Und das tat Stephan Claus-Kröger Anfang der 1980er-Jahre auch. Der Wattenbeker, der bis zu seinem Ruhestand in Bordesholm als Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht tätig war, tauschte damals seine Existenz gegen ein Leben auf dem ehemaligen Frachtensegler „Rhea“ ein. Diese spannende Geschichte hat der heute 68-Jährige gut 30 Jahre später in seinem Erstlingsroman Rhealistische Zeiten veröffentlicht.

 Der Jurist, der 1976 mit einer Kanzlei in Kiel-Gaarden in seinen Beruf startete, gibt zu: „Die Seefahrt und alte Holzschiffe haben eine faszinierende Wirkung auf mich.“ 1982/83 hat sich die Gelegenheit geboten, dass sich Claus-Kröger mit Freunden eine Zweimast-Gaffelketsch auf Sylt erwerben und nach Kiel bringen konnte, um dort das 80 Jahre alte Boot zu restaurieren. Das Ziel: Touristencharterfahrten im Mittelmeer. Das Abenteuer in der, wie Claus-Kröger sagt, Aufbruchsstimmung der 80er Jahre, begann. Der junge Anwalt tauschte seinen Besitz gegen die schwankenden Planken einer alten, dänischen Galeasse und die Risiken einer unsicheren Zukunft ein. „Viele davon bewahrheiteten sich auch, aber der Traum hat überwogen“, blickt der Jurist zurück.

 Einen Schreibkurs hat Claus-Kröger nie besucht. Vom Ex-Bürgermeister bekam er dafür einen Tipp: „Jürgen Baasch, der in Bordesholm Kurse gibt, hat mir ein Lehrbuch empfohlen.“ Und das Feedback seiner Familie und bei ersten Lesungen sei toll gewesen.

 Der Jurist hat seine Erinnerungen, Logbucheinträge und Gespräche mit Zeitzeugen, aber auch fiktive Personen hinzugefügt, um zusätzlich Spannung zu erzeugen. „Insgesamt hat die Crew zunächst auf der Ostsee und dann im Mittelmeer verrückte Dinge erlebt“, so der Autor, der den Schritt in den Süden aber dann doch nicht mitgemacht hat. „Beispielsweise war die Rhea an der türkischen Küste eines Tages verschwunden.“ Mehr zum Inhalt soll aber nicht verraten werden – auf eine spannende Geschichte dürfen sich Leser, die bei Segelschiffen am Horizont sehnsüchtig übers Meer schauen, allemal freuen.

 Am Donnerstag, 11. Februar, ab 19.30 Uhr wird Stephan Claus-Kröger in der Ahlmannschen Buchhandlung Kostproben aus seinem Roman präsentieren. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für den Freundeskreis für Asylbewerber wird gebeten. fs

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