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Wasserzufuhr in Melsdorf unterbrochen

Riss im Rohr Wasserzufuhr in Melsdorf unterbrochen

„Für’s Kaffeetrinken reichte das Wasser gerade noch, aber nicht mehr für’s Duschen“, stöhnte eine Melsdorferin am Donnerstag. Wie ihr ging es den Menschen in rund 1000 Haushalten in der Gemeinde. Für etwa fünf Stunden waren sie von der Wasserversorgung abgeschnitten oder es lief nur ein Rinnsal aus dem Hahn.

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Der Schaden war am späten Vormittag wieder behoben.

Quelle: Torsten Müller

Melsdorf. Gegen 6.30 Uhr war ein 15 Zentimeter dickes Wasserrohr im Kieler Weg, kurz vor der Grenze zur Stadt, geplatzt. Wie der Schaden an der Haupttransportleitung des Frischwassers entstanden war, darüber konnten die Kieler Stadtwerke am Donnerstag noch keine Angaben machen.

„Unsere Techniker waren umgehend vor Ort und stellten einen sechs Meter langen Riss fest“, sagte Sönke Schuster, Sprecher der Stadtwerke, auf Nachfrage dieser Zeitung. Der Kieler Weg stand zeitweise unter Wasser. Ein Bagger grub sich zur beschädigten Leitung, die parallel zur Straße verläuft, vor. Dennoch dauerte es bis Mittag, bis der Schaden behoben war. Der Verkehr verlief nur über eine Fahrspur.

Durch die Versorgungsunterbrechung fiel der Wasserdruck auch im weiteren Umkreis ab. In der Folge konnte sich das Trinkwasser braun färben. Grund waren nach Angaben des Sprechers Mangan-Ablagerungen. „Gesundheitlich sind sie völlig unbedenklich“, versicherte Schuster. Sie lösten sich bei veränderten Druckverhältnisse und Fließrichtungen von den Wänden der Rohre ab.

Eine radelnde Melsdorferin nahm es an der Schadensstelle trotz ausgefallener morgendliche Dusche gelassen: In vielen Bereichen Afrikas gebe es dauerhaften Wassermangel - hier zum Glück nur mal für einen Vormittag.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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