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Liegeplatz-Streit im Stadthafen

Eckernförde Liegeplatz-Streit im Stadthafen

Einem Hafen ohne Ausflugsschifffahrt fehlt ein touristisches Standbein. In Eckernförde ist es die „Tu Solo Tu“, die nach dem Aus für die Butterschiffe und dem Abzug des Seebäderschiffes „Seebad Borby“ regelmäßig mit Gästen über die Bucht schippert. Für Skipper Andreas Twesten ist dafür ein verlässlicher Liegeplatz wichtig. Doch nun soll er für acht Tage in der Hauptsaison für das Ausflugsschiff „Feodora II“ Platz machen.

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Rückenwind von Gästen und Einheimischen: Andreas Twesten hat inzwischen 4600 Unterschriften gesammelt, die sein Anliegen – einen festen Liegeplatz für die Rundfahrten-Jacht „To Solo Tu“ – unterstützen.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. „Dabei wäre mehr Unterstützung für mein Projekt wichtig“, sagt Twesten, der Umsatzeinbußen befürchtet.

Der Skipper ist überzeugt, dass sein Geschäft von Kontinuität lebt. „Die Gäste wissen, wo sie mich am Hafen finden.“ Seine Rundfahrten auf der Eckernförder Bucht werden angenommen. Auf über 100 Törns hat Twesten in der Hauptsaison des vergangenen Jahres 1041 Passagiere gezählt. Dass das Konzept aus Bucht- und Sonnenuntergangsfahrten sowie Schnuppersegeln aufgeht, hat auch mit dem persönlichen Engagement des Skippers zu tun, der sogar hausgemachte Crêpes anbietet. Größere Ausflugsschiffe rechneten sich in Eckernförde dauerhaft nicht, meint er.

Auch die „Feodora II“ baut auf verschiedene Reviere. Sie fährt durch die Flensburger und Kieler Förde sowie die Eckernförder Bucht. Vom Ostseebad aus startet der kleine Dampfer im Juli und August jeweils montags zu Rundfahrten. Da der Betreiber vergangenes Jahr unglücklich mit dem schlecht einsehbaren Liegeplatz an der Außenmole war, soll die „Feodora II“ dieses Jahr den besseren Platz am Fahrgastanleger erhalten, den früher die „Seebad Borby“ belegte. Und dafür muss Twesten mit seiner „Tu Solo Tu“ an acht Montagen weichen.

Dietmar Steffens, Chef der für den Hafenbetrieb zuständigen Stadtwerke, sieht das nicht als unzumutbare Härte. Hauptausflugstage seien ohnehin die Wochenenden. Und der Ausweichplatz solle möglichst nahe am jetzigen liegen. „Wir wollen die ,Tu Solo Tu’ nicht verdrängen“, betont Steffens. Auch das Aufstellen eines Hinweisschildes für die Ausweichtage sei möglich. „Wir sind froh über jedes Schiff, das Fahrten anbietet.“

Twesten dagegen wünscht sich einen festen Liegeplatz. „Ich muss für das Jahr planen können.“ Er räume schon für Aalregatta und Welcome Race freiwillig seinen Platz, andere Schiffe müssten nicht verholen. Zudem seien seine Kai-Gebühren in den vergangenen drei Jahren um 351 Prozent gestiegen. Der Skipper hat inzwischen 4600 Unterschriften von Gästen und Einheimischen gesammelt, die sein Anliegen unterstützen.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
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