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Von LED-Lampen bis E-Autos

SH Netz Rendsburg Von LED-Lampen bis E-Autos

Kommunalpolitiker informierten sich bei der SH Netz in Rendsburg über die Energiewende. Die Frage „Was sind regionale Energielösungen für die Zukunft?“ stand im Zentrum. Besonders die Straßenbeleuchtung ist in der Kommunalpolitik in Sachen Strom- und Geldsparen ein Thema.

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Jörg Rudat erklärt anhand eines Modells, wie überschüssige Energie mit dem „Power-To-Gas“-Verfahren über das Erdgasnetz genutzt werden kann.

Quelle: Merle Schaack

Rendsburg. Was sind regionale Energielösungen für die Zukunft? Die Schleswig-Holstein Netz AG präsentierte jetzt in Rendsburg über 200 Kommunalpolitikern Ansätze und Projekte zum Thema Energiewende. „Schleswig-Holstein ist eine zentrale Region für erneuerbare Energie“, sagte Landrat Rolf-Oliver Schwemer. „Wind und Sonne sind ein Beitrag zur Energiewende. Wir tragen aber auch deren Kosten. Deshalb ist es wichtig, ins Gespräch zu kommen und uns gemeinsam zu positionieren.“

 Besonders die Straßenbeleuchtung ist bei den Kommunalpolitikern in Sachen Strom- und Geldsparen ein Thema. Dieter Windeler aus Westerrönfeld berichtete: „Wir haben in unserer Tennishalle die Leuchtstoffröhren durch LEDs ersetzt und in einem Jahr 5000 Euro gespart.“

 Jens Offermann aus Tappendorf testete einen elektrischen Renault Zoe. „Elegant“, stellte er fest, als das Auto fast geräuschlos dahin glitt. Allerdings bemängelte er die kurze Reichweite. 130 bis 170 Kilometer schafft der Wagen. Und: Neben dem Anschaffungspreis ab 20000 Euro kostet die Miete des Akkus monatlich 95 Euro, dazu kommen die Stromkosten von cirka 4 Euro für 100 Kilometer. Ein weiteres Problem: „In Schleswig-Holstein gibt es erst etwa 60 öffentliche Ladesäulen“, sagt Edgar Kollrepp von Hanse Werk.

 Mit Netz-Lösungen beschäftigt sich Jörg Rudat. An einem Modell demonstriert er das „Power-To-Gas“-Verfahren, eine Technologie, mit der überschüssiger Öko-Strom aus wind- und sonnenreichen Zeiten durch Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt und so langfristig gespeichert und über das Erdgas-Netz genutzt werden kann. „Noch rechnet sich das nicht“, sagt er. Doch ein erfolgreicher Testlauf in Klanxbüll und die 13 Millionen Euro teure Forschungsanlage stimmen ihn optimistisch.

 Auch private Haushalte waren Thema: Der Energienutzer der Zukunft schaltet per Smartphone-App die Heizung niedriger, nachdem er das Haus verlassen hat. Hat er alle Fenster zugemacht? Ein Blick aufs Handy bringt Gewissheit. Vergessen? Ein Fingertipp – egal von wo auf der Welt –, und es schließt sich. Dafür sorgt die Smart-Home-Zentrale, die die Geräte mittels Funk und Internet überall bedienbar macht.

 „Es wird nicht lange dauern, bis wir weltweit Smart-Homes haben“, prophezeit Energieberater Norbert Christiansen. „Zur Zeit gibt es aber noch Sicherheitsbedenken.“ Denn wer möchte schon, dass der Backofen von außen fremdgesteuert wird? Laut Fraunhofer-Institut sei mit einem Smart-Home eine Energieersparnis von zehn Prozent möglich, erzählt Christiansen. Aber es geht auch einfacher: „Wir könnten ein Kraftwerk wie Brokdorf abschalten, wenn jeder nachts alle seine Stecker ziehen würde.“

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