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Das Ende für den Veranstaltungsplatz?

Bordesholm Das Ende für den Veranstaltungsplatz?

Die SPD in Bordesholm hat ihren Widerstand gegen die Bebauung des Veranstaltungsplatzes an der L 318 gelockert. „Unter gewissen Auflagen werden wir einem Neubaugebiet zustimmen“, sagte SPD-Fraktionschef Ronald Büssow. So könnte am 9. Juni im Bauausschuss das Ende des Areals als Festplatz eingeläutet werden.

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Eine Option: Das Wohngebiet um die Straße Tegel an der Ortsgrenze zu Hoffeld könnte deutlich größer werden.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Die CDU favorisiert eine Bebauung bereits seit drei Jahren. In der öffentlichen Sitzung beraten die Kommunalpolitiker außerdem über eine Erweiterung des Baugebiets Tegel.

 Die SPD hat sich bei einer Mitgliederversammlung in der vergangenen Woche darauf verständigt, der Umwandlung des Festplatzes zuzustimmen, wenn eine vernünftige Konzeption vorliegt und vier Auflagen berücksichtigt werden: Planung und Vermarktung liegen in den Händen der Gemeinde. Bei 30 bis 50 Prozent der Bauplätze müssten Aspekte des sozialen Wohnungsbaus berücksichtigt werden. Ferner sollen ein 40 bis 50 Meter breiter Grünstreifen durchs Neubaugebiet laufen und die gesetzlich geforderten Ausgleichsflächen innerhalb des Areals eingeplant werden. Büssow machte aber auch deutlich, dass die von der SPD ursprünglich favorisierten Flächen östlich der Finnenhaussiedlung weiter im Auge behalten würden.

 Bürgermeister Helmut Tiede (CDU) geht davon aus, dass es bis Juli konkrete Beschlüsse für die Neubaugebiete geben wird. Wie die SPD will auch die CDU ein „ordentliches Konzept“. Dies sei mit den naturschutzrechtlichen Aspekten in Einklang zu bringen. „Die artenschutzrechtliche Bewertung für das Gelände liegt aber immer noch nicht vor“, sagte er. Er sei mit der Verzögerung auch etwas unzufrieden, aber frühestens Mitte 2017 dürften die ersten Bagger auf dem Veranstaltungsplatz mit Arbeiten beginnen – wenn alles glatt läuft. Die Chancen für eine Bebauung am Diekwisch östlich der Finnenhaussiedlung würden aus seiner Sicht nicht so positiv sein. Für ein größeres Baugebiet dort ist ein Grundstückstausch mit einem Landwirt erforderlich.

 Die Nachfrage sei in Bordesholm derzeit groß, so Tiede. Wohnungen entstünden hinter dem Rathaus und auf dem ehemaligen Edeka-Gelände in der Bahnhofstraße. Bauplätze für Häuser seien aber rar. Daher könnte er sich auch eine Vergrößerung des Neubaugebiets an der Straße Tegel vorstellen. Bislang war dort eine zusätzliche Reihe mit bis zu acht Bauplätzen vorgesehen. Über eine Erweiterung für bis zu 14 Bauplätze wird nachgedacht. Allerdings müsste dann eine neue Zufahrtsstraße gebaut werden. In der Sitzung wird darüber hinaus auch über eine Bebauung auf der Fläche zwischen der Shell-Tankstelle an der Bahnhofstraße und der Hans-Brüggemann-Schule auf dem Gnutzmann-Gelände gesprochen – dieser Punkt kommt im nichtöffentlichen Teil zur Sprache.

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