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Großstadtmüdigkeit abgeschüttelt

Sabine Kaack in Nortorf Großstadtmüdigkeit abgeschüttelt

Seit Schauspielerin Sabine Kaack wieder in Nortorf lebt, genießt sie das Leben in ihrer Heimatstadt in vollen Zügen. Hier ist sie aufgewachsen und lebt nun in ihrem 50er-Jahre-Häuschen, in dem sie sich rundum wohl fühlt – in ihrem „Puppenhaus“, wie sie scherzhaft beschreibt. Derzeit stehen keine Drehs für Fernsehen oder Kino an. Untätig ist die 57-Jährige dennoch nicht, sie hat andere Projekte im Fokus.

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Im heimischen Garten zwischen blühenden Pflanzen, Obstbäumen und Gartenhäuschen fühlt sich Sabine Kaack wohl.

Quelle: Nora Saric

Nortorf. Am 10. Juli steht sie mit einer Boogie-, Jazz- und Swing-Formation mit dem Literaturkonzert In den Sand geschrieben auf der Bühne. Und zwar in der St. Martin Kirche. Und das, trotz der etwas „delikaten“ Thematik. Die Kirchengemeinde hat sofort zugesagt. Es geht um die Liebe. Und um Erotik. Mal sickert sie leise zwischen den Zeilen, die Sabine Kaack vorträgt, hervor, mal springt sie den Zuhörer herausfordernd und schlüpfrig an. Es sind Texte von Goethe, Baudelaire oder auch von Villon – Lieder, Gedichte und Kurzgeschichten von namhaften und weniger bekannten Poeten, Lyrikern und Komponisten. Leise flüsternd oder laut und fordernd haucht Kaack den Texten Leben ein. Sie singt, sie schreit, ja sie rappt sie sogar – denn eigentlich ist sie ein heimlicher Hip-Hop-Fan, gesteht sie und lacht.

 Die große, blonde Frau in eleganter Robe wird von Eeco Rijken Rapp am Steinway-Flügel und dem Schlagzeuger David Herzel von der Blues-, Jazz- und Swing-Formation Boogielicious begleitet. Sabine Kaack schwärmt: „Die beiden sind großartig. Ich erwarte, dass Eeco die Herausforderung annimmt auf diesem Flügel in der Kirche, und dass er Riesenspaß haben wird.“

 Seit Wochen bereitet Kaack das Literaturkonzert vor und ist begeistert, wie viel Unterstützung sie in der Stadt erfährt. „Nur wegen der vielen Sponsoren können die Musiker eine Gage bekommen“, sagt sie. „Und das sind Profis, wir müssen die Jungs bezahlen.“ Sie überlegt, diese Reihe jährlich stattfinden zu lassen. Ab November steht für Sabine Kaack wieder ein Theater-Engagement an. Dennoch beschreitet sie in Nortorf andere Wege und coacht – vor allem Frauen – für ein sichereres und selbstbewusstes Auftreten, wobei sie auf einige Bühnen-Tricks zurückgreifen kann: Stimme, Sprache, Gestik, Mimik. „Ich möchte dieses Coaching intensivieren, wenn ich schon wieder hier in der Region bin.“

 Großstadtmüde sei sie gewesen, als sie im Herbst 2013 den Entschluss fasste, wieder nach Nortorf zu ziehen. Über 20 Jahre hatte sie in Berlin gelebt. Jetzt genießt Kaack die Ruhe, liebt es, ausgedehnte Fahrradtouren in der „fantastischen Landschaft“ zu unternehmen, in ihrem Garten zu arbeiten. „Ich wollte zurück in die Natur.“ Mit einer Schulfreundin spricht sie regelmäßig plattdeutsch. „Ich wollte mich wieder neu erfinden und musste das ausprobieren, um neue Wege zu gehen“, meint sie. Einen „Mordspaß“ habe sie dabei, sagt sie lachend. „Und ich kann ja auch hier künstlerisch tätig werden.“

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