7 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Sanierung der L49: Umwege ab September

Bordesholm Sanierung der L49: Umwege ab September

Starke Nerven und Geduld sind bei Anwohnern und Autofahrern gefragt, wenn von September bis Dezember eine der wichtigsten Ost-West-Trassen in Mittelholstein zwischen der A21 bei Nettelsee und der A7/A215 bei Bordesholm gesperrt wird. Eine Umleitung wird eingerichtet.

Voriger Artikel
Firmen in Sicht
Nächster Artikel
Flaute auf der "Falckenstein"

Autofahrer in Neumünster-Einfeld müssen sich im Herbst umstellen: An der Kreuzung Dorfstraße hat der aus Bordesholm kommende Verkehr in den Großharrier Weg dann Vorfahrt.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) Kiel will einen 8,7 Kilometer langen Abschnitt der Landesstraße 49 von Bordesholm bis Groß Buchwald in vier Schritten sanieren. Für den Fernverkehr mit 9000 Fahrzeugen pro Tag wird eine weiträumige Umleitung über Neumünster-Einfeld und Großharrie bis nach Leckerhölken eingerichtet.

 Vom 5. September bis 12. Dezember soll die in den 70er Jahren gebauten L49 saniert werden. Mehr als das Zeitfenster steht für das millionenschwere Vorhaben noch nicht fest. „Das Projekt wird kurzfristig ausgeschrieben. Dann erst können wir mit den Firmen über die Abschnitte sprechen und die Anlieger informieren“, sagte LBV-Chef Michael Schwarze bei einer Bürgerinformation in Bordesholm. Die 8,7 Kilometer lange Straße wird komplett saniert. Alles wird abgefräst und eine 30 Zentimeter dicke Schicht neu aufgetragen. Verzögerungen sind ungewiss. „Wir haben viele Bohrkerne ziehen lassen. Richtig einschätzen können wir den Untergrund aber erst, wenn die Straße auf ist“, so Schwarze. Er versicherte aber, dass es keine Winterbaustelle geben wird.

 Ob Pkw, Tanklaster, 40-Tonner oder Erntefahrzeug: Alle müssen sich im Herbst neue Wege suchen. Für den Fernverkehr ist eine zeitaufwändige Umleitung ab Bordesholm über die L318 nach Neumünster-Einfeld, dann über den Großharrier Weg nach Großharrie und von dort nach Leckerhölken bis zur L49 vorgesehen. Der von der B404/A21 bei Nettelsee kommende Verkehr muss die Umleitung in der entgegengesetzten Richtung nutzen. Eine weitere Umleitung gibt es über die K8 durch Negenharrie und Wattenbek nach Bordesholm.

 In Neumünster-Einfeld wird es an der Kreuzung Dorfstraße/L318/Großharrier Weg eine Vorfahrtsänderung zugunsten der Umleitung geben. „Sonst würde sich der von Bordesholm kommende Verkehr bereits vor dem Bahnübergang in Einfeld zurückstauen“, erläuterte der Planer Dirk Vielhaben. In Großharrie werde eine Ampel an der Kreuzung L67/Großharrier Weg den Verkehr regeln. „Die Umleitungsstrecken sind überall sechs Meter breit“, sagte Vielhaben. Negenharries Bürgermeister Hans-Jürgen Leptien befürchtet aber, dass die Banketten – die nicht asphaltierten Randstreifen neben der Fahrbahn – durch den engen Begegnungsverkehr kaputt gefahren werden.

 Groß Buchwald trifft die Sanierung besonders, weil die L49 direkt durchs Dorf führt. Zum Teil werden die Anlieger ihre Grundstücke zwei bis drei Tage mit dem Auto nicht erreichen können. „Per Handzettel informieren wir über die Termine“, versprach Vielhaben. Auch für den Fuhrbetrieb mit 40-Tonnern werde es Lösungen geben. Sacha Fey vom Antikhof Bissee wies darauf hin, dass der viertägige Martinsmarkt mit seinen mehreren Tausend Gästen genau in die Bauphase falle – das ist in der Planung noch nicht berücksichtigt. Sven Ingwersen, Ordnungsamtsleiter im Amt Bordesholm, stellt sich auf deutlich mehr Lkw-Verkehr in Bordesholm, Wattenbek und Negenharrie ein: „Die haben doch alle Navis. Wir werden das beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen anordnen.“

 2017 plant der LBV, die L49 nach Westen bis nach Borgdorf-Seedorf zu sanieren. Die Umleitung soll durch Langwedel verlaufen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3