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Sauber im Kanal

Molfsee Sauber im Kanal

Mit schweren Maschinen geht es in den kommenden drei Wochen an die Spülung der Kanäle: Die Regelspülung der öffentlichen Regen- und Schmutzwasserkanäle im Molfseer Ortsteil Rammsee steht auf dem Plan.

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Konzentriert bei der Sache: Bauhof-Mitabeiter Lothar Schmidt (links) und Michael Dillmann von der Firma Thon lassen den 150 Meter langen Schlauch in den Schacht.

Quelle: Sorka Eixmann

Molfsee. „Wir machen diese Regelspülung alle drei Jahre“, sagt Katrin Hechmann vom Bereich Tiefbau im Bauamt Molfsee. „Jedes Jahr ist ein anderer Ortsteil an der Reihe.“ Damit werde Problemen im Bereich der Kanäle gut vorgebeugt, aber: „Wenn uns der Inhalt einer ganzen Fritteuse in einen Schacht gekippt wird, dann nützt auch das regelmäßige Spülen nichts“, erklärt Katrin Hechmann.

 Die meisten Probleme im Kanalbereich werden nämlich durch die unsachgemäße Entsorgung von Dingen verursacht, die weder in den Schmutz- noch in den Regenwasserleitungen etwas zu suchen haben. „Ganz schlimm sind unter anderem feuchte Toilettentücher. Die lösen sich nicht auf, schwimmen an der Oberfläche und landen irgendwann in der Pumpstation. Dort wickeln sie sich um die Pumpe“, hat die Tiefbau-Expertin ein negatives Beispiel parat.

 Auch das Säubern von fettigen Pfannen im Ausguss birgt Probleme: „Wenn das Spülwasser-Fett-Gemisch erkaltet legt es sich an die Wandungen und im schlimmsten Fall verklebt es die Niveausteuerung, die für das Ein- und Ausschalten der Pumpen zuständig ist“, erläutert Hechmann. „Man sollte schon genau darauf achten, was man in seinen Ausguss kippt.“

 Für die Kanalreinigung ist Michael Dillmann von der Firma Thon aus Heidenheim zuständig. Gemeinsam mit dem Bauhof-Mitarbeiter Lothar Schmidt ist er im Ort unterwegs. 150 Meter lang ist der Schlauch, den Dillmann nach und nach in die Kanalisation lässt. „1000 Meter an Kanal schaffen wir pro Tag“, erklärt er. Der große Vorteil des 20-Tonners: „Wir können das Wasser selbst aufbereiten. Damit bin ich mit dem Fahrzeug sehr flexibel bei der Arbeit und muss nicht zum Hydranten fahren.“

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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