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36 Unternehmen bei der Ausbildungsmesse

Schacht-Audorf 36 Unternehmen bei der Ausbildungsmesse

Erst zur Ausbildungsmesse, dann ein Praktikum im Betrieb, dann Azubi: Als Lehrer Lorenz Gaede vor acht Jahren die erste interne Schulmesse organisierte, was das sein Ziel für die Schüler der Gemeinschaftsschule in Schacht-Audorf. Azubi Yannik Harder ist genau diesem Weg gegangen.

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Azubi Yannik Harder (links,18), mit Azubi Lukas Plöhn, lernte seinen Ausbildungsbetrieb auf der Berufsmesse seiner Schule kennen.

Quelle: Beate König

Schacht-Audorf. „Ich hab erst ein Praktikum bei einem Dachdecker gemacht, das lag mir nicht. Das zweite Praktikum bei einem Kälte- und Klimatechnikunternehmen in Osterrönfeld passte alles“, erzählte der 18-Jährige am Messestand seinen ehemaligen Mitschülern. Für Lorenz Gaede ist Yanniks Weg ein guter Einstieg in den Beruf: „Umwege erhöhen die Ortskenntnis,“ bewertet er die Entscheidung des ehemaligen Schülers positiv.

36 Unternehmen konnte Gaede zum Info-Tag in die Sporthalle holen, mehr denn je, sagt der Lehrer für Wirtschaft, Politik und Deutsch. In Kooperation mit dem Wirtschaftsverbund Eiderkanal (WVE) konzipierte er die Messe, in der sich bislang vornehmlich Betriebe aus der Region vorstellten. Dachdeckermeister Guido Kalina von der Dachdeckerei Hantzsche fand die Resonanz in diesem Jahr etwas geringer, ist von der Messe-Idee bis heute überzeugt: „Wir haben jedes Jahr einen Azubi von hier bekommen.“ Gaede schätzt den schulinternen Info-Tag, bei dem 30 Schüler beim Aufbau helfen als Ergänzung zu den Angeboten der großen. Sie ebnet die Schwellen im Übergang von Schule zu Beruf.“

Hier sehen Sie Bilder von der Ausbildungsmesse in Schacht-Audorf, 2017.

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Erstmals stellten sich sich auch überregionale Institutionen vor: Das Oberlandesgericht, die Landespolizei, die Landesinnung, ein Bootsbauer, die Stadtwerke Rendsburg, ein Abdichtungsbetrieb und ein Rechtsanwalt warben um neue Auszubildende. „Zwei Unternehmen meldeten sich wegen des Elternbriefs“, berichtete Schulleiter Sven Gritto. Alle 400 Schüler waren eingeladen, für die beiden Abschlussjahrgänge, rund 170 Schüler, war die Messe am Sonnabend eine verpflichtende Schulveranstaltung. Im Berufsorientierungsbüro (Bob) in der Schule konnten sich die Schüler vorab auf den Kontakt mit den Firmen vorbereiten.

„Ja, wir waren bei Bob“, bestätigten die Neuntklässler Amar Ibric (14) und Finn Drossel (15). Sie informierten sich auf der Messe und sagten: „Polizei ist schon ganz spannend“. Aber für beide Schüler stand fest, dass sie nach dem Abschluss nicht in eine Lehre wollen, sondern auf das Berufsbildungszentrum Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg. Finn Drossel will sich während der Schulzeit weiter orientieren. „Ich weiß jetzt noch nicht, was ich werden will.“

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