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Mehr als nur ein Bug

Aussichtsplattform am NOK Mehr als nur ein Bug

Mit einem neuen Entwurf werben die Anhänger für eine Aussichtsplattform an der Kanalböschung in Schacht-Audorf: Ein Schiffsbug mit Gaststätte in Form einer Kommandobrücke. Damit wolle man auf die Gegner zugehen. Ob das klappt? „Ich bin echt schockiert“, sagt Andre Pekron, Mitinitiator eines Bürgerentscheids.

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Mehr als nur ein Bug: Mit diesem Entwurf wollen Eckard Reese (von links), Torben Delfs und Söhnke Frank für eine Aussichtsplattform am Nord-Ostsee-Kanal werben.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Schacht-Audorf. Eine neue Aussichtsplattform in der Uferböschung des Nord-Ostsee-Kanals in Schacht-Audorf zwischen der Anlegestelle der Kanalfähre Nobiskrug und dem Wohnmobilstellplatz: Diese Idee ist seit einem Jahr in der Welt. Der erste Plan war ein Schiffsbug mit aufgemaltem Aida-Kussmund. Dann folgte ein schlichter Stahlbug, eventuell mit Gemeindewappen an der Front. Die voraussichtlichen Gesamtkosten von 486.000 Euro riefen Gegner auf den Plan. Sie setzen einen Bürgerentscheid durch. Termin ist der 29. November. Mit dem neuen Entwurf wollen Bürgermeister Eckard Reese, SPD-Fraktionschef Söhnke Frank und der Rendsburger Diplom-Ingenieur Torben Delfs jetzt den Kritikern Wind aus den Segeln nehmen. 

Der neue Plan gebe der Aussichtsplattform auch einen Nutzen, sagte SPD-Fraktionschef Frank am Montag bei der Vorstellung. Den sieht er in einer Gaststätte mit Balkon im Obergeschoss einer angedeuteten Kommandobrücke. Es gebe mit Sicherheit keine Probleme, Interessenten zu finden, an die die Gemeinde das Lokal verpachten könnte, meinte Bürgermeister Reese. Vieles ist bei der neuen Idee noch im Vagen. „Es ist ein Vorschlag.“ Plattform und Gaststätte seien „eine wunderbare Kombination“. Es sei „die bessere Alternative zum Schiffsbug“. Von einem fertigen Plan wollte SPD-Fraktionschef Frank nicht reden. „Es gibt Ideen aber noch keine Planung.“ Planer Torben Delfs sagte, er könne die Kosten nicht beziffern. Nur so viel: „Unter 500.000 Euro wird es nicht gehen.“

Andre Pekron, der zu den Initiatoren des Bürgerentscheids gehört, winkt ab. „Ich persönlich lehne das weiterhin ab“. Die neue Idee „ist keine Verbesserung“. Er sehe den Vorschlag „nicht als Entgegenkommen“. Die Aussichtsplattform an der Stelle sei eine Geldverschwendung.

Bürgermeister Eckard Reese glaubt dagegen an eine Aufwertung: „Wir machen es nicht nur für Touristen. Wir machen es auch für die Naherholung.“ Ihre Werbekampagne wollen die Befürworter am Wochenende beginnen, mit Wurfzetteln, auf denen unter dem Titel „Weitblick“ der neue Entwurf abgedruckt ist. Später, im November, sollen Informationsstände folgen. Die Gemeinde bemühe sich um Zuschüsse von den Kommunen im Umkreis. 

Er sei zuversichtlich, dass die Bürger mehrheitlich hinter dem Vorhaben stehen, sagte Reese. Er befürchte aber, dass die Befürworter beim Bürgerentscheid zuhause bleiben „und nur Gegner zur Wahl gehen“.

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Hans-Jürgen Jensen
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Foto: Die Entscheidung ist gefallen. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens stoßen auf ihren Erfolg an: Andre Pekron (von links), Virginia Nagel, Klaus Waskönig, Beate Nielsen und Matthias Salomon.

Die wahlberechtigten Bürger in Schacht-Audorf haben ein Machtwort gesprochen. Beim Bürgerentscheid am Sonntag sprachen sich mehr als zwei Drittel der Abstimmenden gegen den Bau eines Schiffsbugs als Aussichtsplattform aus. Ein solches Bauwerk hatte die Gemeindevertretung mehrheitlich geplant.

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