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Schüsse vor den Bug

Schacht-Audorf Schüsse vor den Bug

Der geplante Schiffsbug in der Böschung am Nord-Ostsee-Kanal in Schacht-Audorf sorgt für massiven Streit. In der Gemeindevertretung ist nur die SPD für diese Aussichtsplattform, sie hat die absolute Mehrheit. Gegner sammeln schon Unterschriften für einen Bürgerentscheid.

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 Etwa 50 Meter neben dem Wohnmobilpark soll die geplante Aussichtsfläche in Form eines Schiffsbuges in die Kanalböschung eingearbeitet werden.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Schacht-Audorf. Der Streit in der Gemeindevertretung Schacht-Audorf über die touristische Entwicklung des Ortes tobt weiter. Die SPD, die mit neun Mandaten über die absolute Mehrheit in dem Gremium verfügt, hält an der Planung einer neuen Aussichtsplattform auf der Böschung des Nord-Ostsee-Kanals neben dem Wohnmobilpark, der Erweiterung des Stellplatzes und der Ausweisung einer Fläche für den Bau eines Hotels fest. CDU und ASW stimmten dagegen.

Inzwischen droht den Sozialdemokraten auch noch Ungemach von einer Initiative. Sie will mit einem Bürgerbegehren und anschließendem Bürgerentscheid erreichen, dass die Gemeinde die Planungen für die neue Plattform einstellt. „Wir haben bis Donnerstag knapp über 100 Unterschriften bekommen“, erklärt Klaus Waskönig. Der 65-Jährige gehört neben Virginia Nagel (62) und Andre Pekron (44) zu den drei Sprechern des Begehrens.

Bevor die Gemeindetreter ihre gegensätzlichen Positionen zu den geplanten Tourismusprojekten unversöhnlich diskutierten, nutzten Sprecher des Bürgerbegehrens am Donnerstagabend die Fragestunde, um ihrem Unmut über die Planung der Aussichtsplattform in Form eines Schiffsbuges freien Lauf zu lassen. „Wir brauchen keine neue Aussichtsplattform, wie haben bereits eine auf der Kanalböschung. Die muss nur aufgearbeitet und freigeschnitten werden“, wandte Virginia Nagel ein.

Die 62-Jährige kritisierte auch die finanziellen Auswirkungen der Plattform, deren Kosten mit 486000 Euro veranschlagt sind. Mit 150000 Euro will sich die Gemeinde maximal beteiligen, der Rest soll durch Förderungen gedeckt werden. Das Geld könne sinnvoller in andere örtliche Maßnahmen investiert werden. „Straßen und Gehwege müssen gemacht werden. Ich weiß nicht, woher sie das Geld nehmen wollen“, lautete ein Beispiel.   

Auch Matthias Salomon befürchtet, dass nach der Finanzierung der Tourismusprojekte kein Geld mehr für andere Investitionen im Ort vorhanden sein wird. Die Vermutung des 68-Jährigen, der zu den Initiatoren des Bürgerbegehrens gehört: „Gebühren werden teurer.“ 

Reese zeigte Verständnis für die Sorgen der Gegner. Der Bürgermeister wandte ein: „Wir haben geplante Investitionen bisher immer durch unseren Haushalt bezahlen können.“ Reese versicherte: „Wir haben das Geld für notwendige Straßen- und Wegesanierungen.“

Bei ihren touristischen Planungen ließ sich die SPD auch nicht von den massiven Einwänden der CDU und ASW abbringen. „Das Bürgerbegehren muss Sie doch nachdenklich stimmen. Nehmen Sie die Plattform bis zum Entscheid aus der Planung raus“, forderte die CDU-Fraktionsvorsitzende Beate Nielsen vergeblich.

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