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Abstimmung am 1. Advent

Schiffsbug am NOK Abstimmung am 1. Advent

Jetzt haben die Schacht-Audorfer das Wort. Voraussichtlich am 29. November sollen sie über die Aussichtsplattform in Form eines Schiffsbugs in der Böschung am Nord-Ostsee-Kanal abstimmen. Den Termin am 1. Advent empfahl der Hauptausschuss am Mittwochabend. Endgültig entscheidet die Gemeindevertretung.

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Neben dem Fähranleger soll die neue Aussichtsplattform entstehen.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Schacht-Audorf. Eckard Reese (SPD), Bürgermeister von Schacht-Audorf, hat das Vorhaben vorangetrieben. Er will mit der neuen Aussichtsplattform neben dem Fähranleger seine Gemeinde für Gäste attraktiver machen. Er halte an dem Projekt fest und habe keine Angst vor dem Bürgerentscheid: „Ich sehe dem ganz gelassen entgegen.“ Er rechne nun damit, dass Befürworter und Gegner in eine Art Wahlkampf eintreten. Die Gegner haben den Bürgerentscheid mit einer Unterschriftensammlung durchgesetzt. Sie halten das Vorhaben für Geldverschwendung und verweisen darauf, dass es auf der anderen Seite des Fähranlegers schon die Aussichtsfläche „Kiek-Ut“ mit Fahnenmast und Webcam gibt. So sagt Klaus Waskönig: „Kiek-Ut langt allemal.“ Schon jetzt vernachlässige die Gemeinde diese Fläche, sie wachse zu. Das drohe auch dem Schiffsbug.

Der Schiffsbug-Plattform liege nach Angaben des Amtes Eiderkanal eine finanzielle Konzeption von geschätzt 486000 Euro zugrunde. Anträge auf Förderung seien bei verschiedenen Geldgebern eingereicht. Von der Aktivregion Eider und Kanalregion, zu der Schacht-Audorf gehört und die EU-Mittel an ausgewählte Projekte verteilt, erwartet die Gemeinde 150000 Euro. Die Organisation der Kommunen im Raum Rendsburg, der neben Schacht-Audorf zehn Gemeinden und die Städte Rendsburg und Büdelsdorf angehören, soll 267000 Euro geben. Außerdem prüfe das Amt, ob aus anderen EU-Töpfen Gelder zur Verfügung stehen. Die Gemeinde Schacht-Audorf hat laut SPD-Mehrheitsbeschluss Eigenmittel von 69000 Euro vorgesehen. Falls andere Zuschüsse ausfallen, dürfte die Gemeinde höchstens 150000 Euro geben.

Touristische Entwicklung ja, aber nicht in der geplanten Größenordnung – zur Aussichtsplattform ist das die Meinung von befragten Bürgermeistern der Region, die ungenannt bleiben wollen. Nur Jürgen Hein aus Büdelsdorf will sich zitieren lassen. Er sei bei dem Thema hin- und hergerissen, sagt der Bürgermeister. Tourismusförderung einerseits ja, andererseits habe er Zweifel, ob die vorgesehene Investition gerechtfertigt sei. Seine Meinung: „Es müsste eine Nummer kleiner möglich sein, die Hälfte der Kosten müsste das Ziel sein.“

Die Aktivregion wartet ab. Vor den Sommerferien habe der Beirat der Organisation aus dem Raum Rendsburg das Thema vertagt, sagt Regionalmanager Marco Neumann. Die Aktivregion könne sich erst dann entscheiden, wenn alle anderen Geldgeber zugesagt haben, etwa der Verbund der Städte und Gemeinden in der Region.

Marco Neumann: „Die Idee finde ich sehr spannend. Optisch wäre der Schiffsbug ein Highlight. Die Kosten sind gefühlt relativ hoch im Vergleich zu anderen Projekten in der Region.“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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