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Reese kündigt Rückzug an

Schacht-Audorf Reese kündigt Rückzug an

Eckard Reese (SPD), Bürgermeister in Schacht-Audorf, hat seinen Rückzug angekündigt. Den Zeitpunkt lässt er offen. Der verlorene Bürgerentscheid gegen eine Aussichtsplattform am Kanal sei nicht der Grund. Unterdessen droht ein weiterer Bürgerentscheid gegen einen neuen Camping- und Caravanplatz.

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 Eckard Reese ist seit fast 18 Jahren Bürgermeister.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Schacht-Audorf. „Stimmt es, dass Du im März als Bürgermeister aufhörst?“, wollte Virginia Nagel von Reese wissen. Sie ist eine der Initiatoren des erfolgreichen Bürgerentscheides gegen eine Aussichtsplattform am Nord-Ostsee-Kanal. Die Antwort des 63-Jährigen: „Es war so geplant. Es steht aber zwischenzeitlich eine Nachfolge nicht mehr zur Verfügung. Ich bleibe im Amt.“ Auf Nachfrage erklärte Reese: „Meine Absicht habe ich in nichtöffentlicher Sitzung der Gemeindevertretung bereits Anfang Oktober bekanntgegeben. Ich will das Amt in die Hände Jüngerer legen zwecks Einarbeitung für die Kommunalwahl in zwei Jahren.“ Die Entscheidung habe nichts mit dem für die SPD verlorenen Bürgerentscheid zu tun. Reese ist seit fast 18 Jahren Bürgermeister.

Virginia Nagel drohte außerdem ein neues Bürgerbegehren an, falls die Gemeindevertretung den Bau eines Camping- und Caravanplatzes beschließen sollte. Das beeindruckte die SPD, die die alleinige Mehrheit hat, nicht. Mit ihren Stimmen beschloss die Gemeindevertretung gegen die CDU und bei Enthaltung der Wählergemeinschaft ASW den Bau eines Camping- und Caravanplatzes am Nord-Ostsee-Kanal. Dort sind auch Wohnmobilstellplätze als Erweiterung eines benachbarten Wohnmobilparks vorgesehen. Das neue Projekt ist in zwei Abschnitten für die Jahre 2016 und 2017 geplant. Bestandteil ist auch eine Fläche für den Bau eines Hotels durch einen privaten Investor. 

Laut bisherigen Berechnungen belaufen sich die geschätzten Gesamtkosten auf rund eine Million Euro. Abzüglich öffentlicher Förderung soll der Eigenanteil der Gemeinde 303000 Euro betragen. Reese warb für die touristische Entwicklung des Ortes. „Wir wollen Anlaufstelle für Touristen sein, aber damit auch die Lebensqualität der hier Lebenden sowie die Kaufkraft erhöhen.“

Beate Nielsen bezeichnete den Standort als ungünstig und die Kosten als viel zu hoch. „Über eine Planung an anderer Stelle können wir reden. Das Projekt ist im Übrigen keine Aufgabe der Gemeinde“, sagte die CDU-Fraktionsvorsitzende. Virginia Nagel gab ihren Eindruck aus Gesprächen mit Bürgern wieder: „Die Mehrheit von ihnen will genauso wie ich keinen Camping- und Caravanplatz und auch keine Erweiterung für Wohnmobile.

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