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Die deutsch-englische Kita

Schacht-Audorf Die deutsch-englische Kita

Erstmals hat Schacht-Audorf eine zweisprachige Kita. Deutsch und Englisch reden die Mädchen und Jungen im Haus „Farbenfroh“ an der Dorfstraße. Die Eltern sind begeistert von dem neuen Angebot. Trägerin der Anfang November geöffneten Kita ist die Brücke.

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Das Haus "Farbenfroh" in Schacht-Audorf ist die erste bilinguale Kita in der Gemeinde.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Schacht-Audorf. Nicole Stephansky sitzt im Gruppenraum der Kita „Farbenfroh“ auf dem Boden und hat ein Bilderbuch aufgeschlagen. Kinder umringen sie, die jüngsten können grade laufen. Die Erzieherin deutet auf einen Schwan, einen Frosch, einen Adler. „Swan, frog, eagle“, schreien die Kinder im Chor und mit Begeisterung. „Das klappt super, die Kinder verstehen ganz schnell“, sagt Nicole Stephansky, die in Frankfurt Amerikanistik, Pädagogik und Psychologie studiert hat und in Schacht-Audorf ihren Traumjob macht.

Das System ist einfach, sagt Kita-Leiter Morten Jochimsen. Er selbst spricht mit den Kindern Deutsch. Nicole Stephansky und Sina Schubert, die sozialpädagogische Assistentin, reden Englisch. „Die Kinder identifizieren sich sofort mit dem englischen Part“, erklärt Jochimsen. Nicole Stephansky: „Inzwischen können wir Englisch mit ihnen reden, und sie verstehen es.“

Ein Junge kommt aus Hanerau-Hademarschen

20 Kinder besuchen die Kita, die Hälfte ist unter drei Jahre alt. Sie kommen aus Schacht-Audorf und Nachbargemeinden. Ab Donnerstag ist sogar ein Junge aus dem fernen Hanerau-Hademarschen dabei.

Dass Kinder mehrsprachig aufwachsen, „ist sehr gut für die Entwicklung, ich finde das wichtig als Vorbereitung auf die Schule“, findet Veronika Molchanova, die ihren zweieinhalbjährigen Michele im Haus „Farbenfroh“ betreuen lässt. Zu Hause spricht sie Russisch, der Vater Italienisch. Die Kinder verwirrt das nicht, ist die Schacht-Audorferin überzeugt. „Sie saugen jede Information wie ein Schwamm auf.“ Jennifer Schacht hat ihre eineinhalbjährige Marie-Sophie „ganz spontan“ angemeldet, weil Platz war: „Ich finde es toll, dass sie so aufwachsen kann. Es geht spielerisch.“

Für die Brücke ist es im Kreis Rendsburg-Eckernförde die dritte deutsch-englische Kita. „Kinder können unheimlich schnell fremde Sprachen lernen“, sagt Sontje Stawicki, die zuständige Bereichsleiterin. „Das kindliche Gehirn ist ein Wunder.“ Seit mehreren Jahren gebe es das zweisprachige Angebot in der „Strander Möve“. Seit diesem Sommer sei auch die Kita „Hallo - Hello“ in Dänischenhagen zweisprachig. Insgesamt habe die Brücke im Kreis neun Kitas.

Zweisprachige Kitas sind im Kommen

Noch sind es wenige Kitas im Kreis, die zwei Sprachen anbieten. In Fünfen sprechen die Erzieher Deutsch und Englisch mit den Mädchen und Jungen, sagt Christina Mönke, die zuständige Fachdienstleiterin in der Kreisverwaltung. Dazu kommen in Ascheffel, Büdelsdorf, Eckernförde und Elsdorf-Westermühlen dänische Kitas. Zweisprachige Kitas seien im Kommen. „Es ist ein Thema. Mehrere Kitas wollen einsteigen.“ Häufig mit niedrigschwelligem Angebot. Insgesamt gibt es im Kreis 172 Kitas.

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Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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