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Aufwind für Schiffsbug-Gegner

Nord-Ostsee-Kanal bei Schacht-Audorf Aufwind für Schiffsbug-Gegner

Auftrieb für die Gegner der Aussichtsplattform in Form eines Schiffsbugs am Nord-Ostsee-Kanal in Schacht-Audorf: 633 Unterschriften sollten für einen Bürgerentscheid reichen.

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 Gleich neben dem Wohnmobilstellplatz am Nord-Ostsee-Kanal soll die Aussichtsplattform entstehen.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Schacht-Audorf. Die Gegner einer Aussichtsplattform mit Schiffsbug, der in die Böschung des Nord-Ostsee-Kanals östlich des Wohnmobilparks eingearbeitet werden soll, formieren sich. Klaus Waskönig (65), Virginia Nagel (62) und Andre Pekron (44) überreichten an diesem Dienstag dem amtierenden Leitenden Verwaltungsbeamten Jan Rüther (41) des Amtes Eiderkanal ein Bürgerbegehren mit 633 Unterschriften.

Mit neun Mandaten hat die SPD die Mehrheit in der Gemeindevertretung. Die Sozialdemokraten haben mit ihren Stimmen Mitte März die Planung der Aussichtsplattform mit Schiffsbug beschlossen. Dagegen richtet sich das Begehren. „Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Schacht-Audorf die Planung und Errichtung einer weiteren Aussichtsplattform am Kanal einstellt?“ lautet die Frage.

Die Initiative begründet ihre Ablehnung mit den Kosten von rund 486000 Euro. Die Gemeinde will sich mit maximal 150000 Euro beteiligen. Den Rest sollen die zwölf anderen Gemeinden im Wirtschaftsraum Rendsburg, Land, Bund und EU als touristische Projektförderung beisteuern. „Es können Gelder eingespart werden, die an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt werden können“, heißt es in dem Begehren.

Nach Angaben von Waskönig haben die drei Berechtigten innerhalb von vier Wochen 633 Unterschriften gesammelt. 376 Bekundungen hätten ausgereicht. „Die Resonanz ist überwältigend“, sagte Virginia Nagel. Sie habe in den Gesprächen bis auf ganz wenige Ausnahmen nur absolute Zustimmung erfahren. Waskönig meinte: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass der folgende Bürgerentscheid positiv für uns ausgeht.“

Eckard Reese (SPD) zeigt Verständnis für das demokratische Anliegen der Initiative, nicht jedoch die seiner Meinung nach unwahren Angaben, die bei der Unterschriftensammlung gemacht worden seien. „Darüber bin ich erbost“, sagte der Bürgermeister. „Wenn behauptet wird, dass einige notwendige Projekte in der Gemeinde nicht finanziert werden können, dann stimmt das nicht.“

Der Sozialdemokrat verwies auf das Programm der SPD zur Kommunalwahl im Mai 2013. „Dafür haben uns die Wähler die Mehrheit in der Gemeindevertretung gegeben.“ In dem Programm ist nachzulesen, dass die SPD das touristische Angebot mit einem Schiffsbug als Aussichtsplattform errichten lassen will. Die SPD werde an dem Beschluss festhalten. „Ich bin guten Mutes, dass die Bürger sich für die touristische Entwicklung entscheiden.“ Nach der Entscheidung der Kommunalaufsicht über die Zulässigkeit des Begehrens müsste der Bürgerentscheid dann innerhalb von drei Monaten stattfinden.

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