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Klares Nein zur Plattform

Schacht-Audorf Klares Nein zur Plattform

Die wahlberechtigten Bürger in Schacht-Audorf haben ein Machtwort gesprochen. Beim Bürgerentscheid am Sonntag sprachen sich mehr als zwei Drittel der Abstimmenden gegen den Bau eines Schiffsbugs als Aussichtsplattform aus. Ein solches Bauwerk hatte die Gemeindevertretung mehrheitlich geplant.

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Die Entscheidung ist gefallen. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens, das zum Bürgerentscheid geführt hat, stoßen auf ihren Erfolg an: Andre Pekron (von links), Virginia Nagel, Klaus Waskönig, Beate Nielsen und Matthias Salomon.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Schacht-Audorf. Dabei hatte sich die Mehrheit der SPD gegen die stimmen von CDU und ASW durchgesetzt. Bürgermeister Eckard Reese (SPD) und die Initiatoren eines Bürgerbegehrens, das zum Bürgerentscheid geführt hat, sahen das Verfahren als Sieg der Demokratie mit einer zufriedenstellenden Wahlbeteiligung. „Ich akzeptiere das Ergebnis. Wir werden die Planung des Schiffsbuges als Aussichtsplattform dauerhaft zu den Akten legen“, erklärte Reese im Gespräch mit dieser Zeitung. Allerdings zeigte er sich über die Deutlichkeit des Votums bestürzt: „Damit habe ich nicht gerechnet.“

Bürgermeister Reese gibt sich enttäuscht

Ausschlaggebend für das klares Ergebnis gegen die Pläne ist in seinen Augen die Behauptung der Initiatoren, es würden Steuermittel verschwendet: „Dieses Argument hat bei den Bürgern gezogen.“ Es habe auch die SPD-Wähler dominiert, die der SPD für ihr Wahlprogramm im Mai 2013 mit dem Hinweis auf die touristische Entwicklung mehrheitlich ihre Stimme gegeben. Die Planung eines Hotels mit Restaurant und Erweiterung des Stellplatzes gegenüber dem aktuellen Wohnmobilpark werde fortgesetzt. Schon vor dem Ergebnis hatte Reese die Anwesenden zu Wein und Salzgebäck eingeladen. „Wer will, kann sich den Frust über das Votum runterspülen oder auf den Erfolg anstoßen.“ Als Investitionskosten hatte die Gemeinde 486000 Euro veranschlagt. Davon wollte sie höchstens 150000 Euro übernehmen, der Rest sollte durch öffentliche Förderungen abgedeckt werden.

Initiatoren verweist auf private Investoren

Klaus Waskönig und Virginia Nagel, zwei Initiatoren des Bürgerbegehrens, sprachen dagegen von einem wunderbaren Ergebnis. „Wir haben damit ein Zeichen gesetzt, dass wir privaten Investoren für die touristische Entwicklung den Vorzug geben. Die Gemeinde soll sich da raushalten.“ Waskönig meinte: „Das Argument der Steuerverschwendung und die ablehnende Haltung des Wasser- und Schifffahrtsamtes sind die Basis des klares Ergebnisses.“ Virginia Nagel hat ein so deutliches Ergebnis erwartet: „Bei meinen vielen Hausbesuchen für das Bürgerbegehren haben ich bereits die Tendenz gespürt.“ 

3929 Bürger ab 16 Jahren waren abstimmungsberechtigt, 40, 2 Prozent hatten ihre Stimmen abgegeben. Von denen sprachen sich 1058 (67,2 Prozent) gegen die Aussichtsplattform aus.

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Ein bisher einmaliges Projekt am Nord-Ostsee-Kanal steht am Sonntag in Schacht-Audorf zur Abstimmung. Die Gemeinde plant einen Schiffsbug als Aussichtsplattform. Die Gegner sehen das als Geldverschwendung und haben einen Bürgerentscheid durchgesetzt. Beide Parteien hoffen auf eine hohe Beteiligung.

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