23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Schafdieb ging in Fotofalle

Blumenthal Schafdieb ging in Fotofalle

Auf einer Koppel für Schafe in Nortorf hat ein Dieb am vergangenen Wochenende zugeschlagen. Ob er unbekannt bleibt, wird sich zeigen. Denn Landwirt Uwe Jansen aus Blumenthal kann der Polizei bei der Suche nach den Tätern helfen: Seine Wildkamera war an der richtigen Stelle positioniert und filmte die Tat.

Voriger Artikel
Gefahrenstellen auf dem Radweg
Nächster Artikel
Mann rutscht zwischen Zug und Bahnsteigkante

Wo sind die Schafe von Landwirt Uwe Jansen?

Quelle: Jens Büttner/dpa

Blumenthal. Es war reiner Zufall, dass eine Überwachungskamera lief. Die Vorsichtsmaßnahme richtete sich auch eigentlich gegen einen anderen Gegner. „Im April hatte mein Kollege Jan Siebels auf seiner Koppel in Schierensee Besuch von einem Wolf. Damals wurden mehr als 20 Tiere gerissen, andere derartig schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten“, erinnert sich der Blumenthaler Schafhalter. „Daher habe ich meine Weiden mit Wildkameras ausgestattet, denn eine solche Sichtung in einer sogenannten Fotofalle gilt als zuverlässig“, weiß Jansen von den ansässigen Wolfsberatern.

Als Jansen am Wochenende die Koppel am Potsdamer Platz in Nortorf kontrollierte, bemerkte er sofort, dass Tiere fehlen. „Ein Zuchtbock und drei zweijährige Mutterschafe waren einfach weg.“ Die SD-Karte aus der Wildkamera brachte beim Auslesen schnell Gewissheit: „Dort waren der Täter und sein Fahrzeug beim Aufladen der Tiere sogar im Videomodus deutlich zu erkennen“, so Jansen. Mit den Beweisen ging es zur Polizei nach Nortorf, die daraufhin die Ermittlungen aufnahm – allerdings bislang ohne Ergebnis.

Oberstaatsanwältin Birgit Hess wollte sich „aus ermittlungstaktischen Gründen“ zu dem Fall nicht äußern. Nach Informationen der Kieler Nachrichten hatte ein Tatverdächtiger allerdings schon Besuch von den Ermittlern. Die Schafe fanden sie aber offenbar nicht.

„Ich hoffe sehr, dass ich meine Tiere bald zurückbekomme. Außerdem weiß ich inzwischen von anderen Landwirten, dass dort ebenfalls Tiere gestohlen wurden“, erklärt er. Jochen Harder aus Langwedel kann das bestätigen. „Im Spätsommer wurden mir zehn Mutterschafe und zehn Lämmer gestohlen. Ich habe Anzeige erstattet.“ Irgendwann kam ein Schreiben der Staatsanwaltschaft, dass das Verfahren eingestellt wurde. „Wir hatten ja wenig Beweise.“ Genau das sieht bei dem Fall in Blumenthal anders aus. Uwe Jansen kann also hoffen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

Eckernförder Bucht

Schiffspositionen in
der Eckernförder Bucht,
dem NOK & der Ostsee

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr zum Artikel
Wolfsangriffe in Blumenthal
Foto: Anfang 2015 wurde die Herde des Schäfereibetriebs Jan Siebels aus Blumenthal bei Kiel gleich zweimal von Wölfen attackiert.

Durch Wolfsangriffe hat Jan Siebels aus Blumenthal vor einem Jahr viele Schafe verloren. Jetzt hat er den finanziellen Schaden ersetzt bekommen: Weil eine EU-Vorgabe einen vollständigen Schadensausgleich durch das Land verhindert hat, zahlen Naturschutzorganisationen den Rest aus ihrem Wolfsgarantiefonds.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3