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Vierter Standort für den Martinsmarkt

Bissee Vierter Standort für den Martinsmarkt

Nicht ohne Stolz stehen Heimke Siemen-Thiesfeld und Sohn Lukas vor der restaurierten Hofscheune in Bissee. Mit dem schmucken neuen Veranstaltungszentrum beteiligt sich die Familie von Donnerstag bis Sonntag zum ersten Mal komplett am Bisseer Martinsmarkt.

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Eichenparkett, Tresen und Fachwerk – dazu viel Licht. Anbieter und Besucher des Martinsmarkts finden in der Scheune eine ansprechende Atmosphäre.

Quelle: Frank Scheer

Bissee. Karin Russ, die die Veranstaltung als Adventsmarkt vor über 30 Jahren initiierte, sieht den vierten Martinsmarkt-Standort an der Dorfstraße als eine „wertvolle Ergänzung“ bei dem Ziel, den Gästen ein „Dorf im Voradvent“ zu präsentieren: Wunderschönes Kunsthandwerk von rund 50 Profis auf dem Gelände des Antihofes, typisches Landleben und dessen Produkte auf dem benachbarten Hof Reese, dann die Hof-Scheune und zum Abschluss Pfiffiges und Kreatives im Werkhof. Dazu wird das Ganze noch mit Livemusik am Donnerstag zur Eröffnung, Märchen-Erzählerin und einem Martins-Laternenumzug am Sonntag um 17 Uhr garniert.

 „Es ist spannend und aufregend, mal mitzubekommen, wie so ein professioneller Markt funktioniert. Ich bewundere da Karin schon“, erzählt Heimke Siemen-Thiesfeld. Neben dem Bissee-Burger und anderen kulinarischen Leckereien, die in der Scheune kredenzt werden, präsentieren sich dort auch Kunsthandwerker. Zudem konnte die Familie den Erlebniswald Trappenkamp für Bastel- und Mitmachaktionen für Kinder gewinnen. „Ich freue mich besonders auf die Laternen, die gemacht werden sollen. Die sind schon etwas ganz Besonderes“, erzählt sie weiter. Der Tierpark Neumünster baut auf dem Hof einen Streichelzoo auf.

 Mit bis zu 10000 Gästen rechnet Karin Russ. „Ich glaube, es ist die Nähe zu ursprünglichen Dingen, die man sonst nicht so um sich hat und haben kann“, erklärt sie sich den Erfolg der Veranstaltung. Zudem hat der Markt auch in puncto Verbundenheit im Dorf eine richtige Eigendynamik entwickelt. Wie in den vergangenen Jahren auch wird eine Einbahnstraßenreglung von Brügge aus gelten. Erstmals wird es in diesem Jahr zwei große Parkplätze auf Koppeln an den Einfahrtsstraßen geben, damit die Situation im Dorf nicht zu eng wird. Für Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, gibt es von dort auch einen Shuttle-Service.

 In diesem Jahr muss der Markt ohne den Bürgermeister und Antikhof-Restaurantbetreiber Dieter Mengel, der im September verstorben ist, stattfinden. Toll sei, dass sich die Mitarbeiter alle „voll reinlegen, damit alles gut über die Bühne geht.“ Aber, so Karin Russ: „Dieter fehlt überall, und seine Fußstapfen sind nicht zu füllen. Wir werden das Andenken an ihn wahren.“

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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Foto: Der Martinsmarkt in Bissee lockte Besucher scharenweise an. 50 Aussteller boten an vier Tagen hochwertiges Kunsthandwerk an.

Draußen weht eine Melange aus den Düften von Burgern mit Wildkräutern, nach altem Rezept gebackenen Waffeln und heißen Maronen aus Italien. Drinnen führen Stiegen treppauf und treppab im Antik-Hof durchs Wunderland des Martinsmarkts in Bissee. Zum 35. Mal lud Veranstalterin Karin Russ ein.

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