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Schilfinsel bereitet Sorgen

Kosel Schilfinsel bereitet Sorgen

Eine in der Schlei treibende Schilfinsel bereitet den Missundern Sorgen: Denn sollte die etwa fünf Meter breite und 30 Meter lange Insel bedingt durch Wind- und Wasserströmung Kurs auf den Campingplatz Wees nehmen, hätten Anke Nissen und Thomas Jacobs ein großes Problem.

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Mal treibt sie mehr auf der linken, wie hier auf dem Foto, mal mehr auf der rechten Seite des Missunder Noors: eine etwa 30 Meter lange und sechs Meter breite Schilfinsel.

Quelle: Johann

Kosel. „Unsere Slipanlage mit den Booten und den Badestrand könnten wir dann vergessen”, sorgt sich Anke Nissen. Dies bestätigt auch Bürgermeister Hartmut Keinberger, der selber Fotos von der Insel gemacht hat. Die Entstehung solcher Phänomene, die meist Abrisse des Schilfgürtels am Ufer sind, ist in der Schlei besonders bei starkem Ostwind nichts Ungewöhnliches.

Die Gemeinde darf dagegen nichts unternehmen. Erstens handelt es sich nach Auskunft Falk Hurrelmanns, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde Rendsburg-Eckernförde, bei dem mit Röhricht bestandenen Flecken laut Landesnaturschutzgesetz (Paragraph 30, Absatz 2, Nr. 2) um ein Biotop. Hier könnten beispielsweise, gut geschützt vor Ratten, seltene Rohrsänger brüten. Und zweitens ist für die Schlei das Wasser- und Schifffahrtsamt zuständig. Dieses würde sich aber nur für die Insel interessieren, falls diese ins Fahrwasser abdriften sollte.

Könnte der Mensch gegen solch eine Laune der Natur überhaupt etwas ausrichten – schließlich wiegt solch ein Inselchen Hunderte von Tonnen? Falls es tatsächlich zur Bedrohung werden sollte, wäre vermutlich die einfachste Lösung, ein Netz darüber zu legen, ein paar Pflöcke hineinzuschlagen und es an Land zu fixieren, resümierte Hurrelmann.

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