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Bald könnte es Kies-Notstand geben

Schmalstede Bald könnte es Kies-Notstand geben

Die Firmengruppe Glindemann befürchtet, dass es zu einem Notstand bei der Versorgung mit Kies nicht nur im Kreis Rendsburg-Eckernförde kommen wird. Landrat Rolf-Oliver Schwemer hat angekündigt, eine vom Unternehmen vorgesehene 23 Hektar-Fläche nicht aus dem Landschaftsschutzgebiet zu entlassen.

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Geschäftsführer Guntram Lauenstein (von links), Elke und Lars Glindemann wollen weiter für den Kiesabbau, den sie seit acht Jahren zwischen Schmalstede und Grevenkrug planen, kämpfen. Da sei bereits viel Geld in die Planungen hineingesteckt worden.

Quelle: Frank Scheer

Schmalstede. Vor einem „Rohstoff-Notstand“ warnt Glindemann-Geschäftsführer Guntram Lauenstein. Und Firmenchef Lars Glindemann fügt hinzu: „Einige Baustellen, vor allem im Straßenbau, werden temporär stillstehen.“ Bereits vor vier Jahren habe der Baustoffverband Vero gewarnt, dass im Kreis Rendsburg-Eckernförde pro Jahr 400000 Tonnen Kies pro Jahr fehlen. Seitdem sei die Bauwirtschaft angesprungen, sodass mittlerweile gut eine Million Tonnen fehlten – Rohstoff, der vor der Tür liege, aber nicht abgebaut werden dürfe, betont Elke Glindemann. Per Schiff und Laster muss der, vor allem aus Skandinavien, angeliefert werden. Das lasse die Kosten steigen.

Schutzbelange überwiegend für die Ablehnung

Das vorgesehene Abbaugebiet zwischen Schmalstede und Grevenkrug habe ein Volumen von sieben Millionen Tonnen und würde für eine Generation Versorgungssicherheit im Umkreis von 50 Kilometern geben. Landrat Schwemer, der den Abbaubereich „als Pufferzone zum Kerngebiet des Landschaftsschutzgebiets“ sieht und die Schutzbelange, wie berichtet, höher als das öffentliche Interesse des Kiesabbaus bewertet, betonte aber auch, dass eine „Neubewertung erforderlich werden könnte“, wenn sich bei Regionalplänen, die Kiesabbau vorsehen, Änderungen ergeben sollten. Darauf hofft die Firma Glindemann, denn die bestehenden seien überarbeiterungswürdig.

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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