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Uhing wechselt seinen Standort

Mielkendorf Uhing wechselt seinen Standort

Es ist amtlich: Die Firma Joachim Uhing GmbH und Co. KG verlässt Mielkendorf. Die Entscheidung der Gesellschafter ist gefallen, für die Gemeinde ist es ein herber Schlag.

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Die Firma Uhing hatte seit 1973 seinen Standort an der Kieler Straße in Mielkendorf.

Quelle: Eixmann

Mielkendorf. Der Gewinner heißt Flintbek, denn die Firma, die weltweit Bedeutung durch die Entwicklung von Rollringgetrieben erlangte, will sich dort offenbar im Gewerbegebiet ansiedeln.

 „Das ist bitter“, erklärte Manfred Tank. „Wir haben so hart gekämpft, damit wir den Standort erhalten können“, fügte der Bürgermeister von Mielkendorf noch hinzu. Denn seit bekannt ist, dass Uhing vergrößern möchte, hat sich die Gemeinde Gedanken gemacht – und entsprechende Entscheidungen gefällt. „Wir waren bereit, ein Gewerbegebiet zu erschließen. Und wir wollten 350000 Euro investieren“, so Tank weiter. Doch die Bemühungen, die seit vergangenen Juni von der Gemeinde investiert wurden, waren umsonst.

 Die Geschichte der Firma Uhing begann 1943 mit der Gründung eines Ingenieursbüros durch Joachim Uhing. Zuerst entstanden leinbildkameras und Wanduhren, später wurden dort Fadenführer für Industriemaschinen entwickelt. 1952 gelangt der Firma der Durchbruch mit der Entwicklung des Rollringgetriebes. Das Produkt wandelt auf mechanischem Wege die konstante Drehbewegung einer glatten Welle in permanente Hin- und Herbewegung um. 70 Mitarbeiter werden bei Uhing beschäftigt.

 1973 bezog die Firma das Betriebsgelände an der Kieler Straße 23 in Mielkendorf, der Exportanteil der Firma liegt bei 60 Prozent. „Wir hatten gute Argumente, denn der Gründervater legte Wert auf den Standort“, weiß Tank. Aber: „Es gibt zehn Gesellschafter, und es war für die Befürworter wohl zu schwer, sich durchzusetzen.“ Laut KN-Informationen ist es bereits vor der Entscheidung zu Disharmonien unter den Gesellschaftern, die über verschieden große Anteilsmengen verfügen, gekommen. Auch soll das Ergebnis gegen den Standort Mielkendorf denkbar knapp gewesen sein.

 Das zählt alles nicht mehr, denn am Ende hatte Mielkendorf das Nachsehen. „Das ist ärgerlich, weil wir viel Kraft und auch Zeit in das Projekt investiert haben“, so Tank weiter. Dennoch bleibt der Bürgermeister positiv: „In jeder Niederlage sehen wir auch eine Chance. Wir haben entschieden, einen Städteplaner zu engagieren, der sich um die Entwicklung der Gemeinde kümmert.“ Dabei sollen auch die Bürger eingebunden werden, eine Einwohnerversammlung ist geplant. „Vielleicht findet sich ja auch eine gewerbliche Nachnutzung der Immobilie“, hofft Tank auf weitere Gewerbesteuereinnahmen.

 Gewinner ist die Nachbargemeinde Flintbek. Bürgermeister Olaf Plambeck war von der Entscheidung überrascht. „Davon weiß ich nichts, aber das finde ich klasse“, erklärte er.

 Die Uhing-Geschäftsführer Jörg Wadehn und Wolfgang Weber waren für eine Stellungnahme auch nach mehreren Anrufen nicht zu erreichen.

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Ein Artikel von
Sorka Susann Eixmann
Holsteiner Zeitung

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