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Noch 14 Jahre Lastwagen-Verkehr

Kiesgrube Schönwohld Noch 14 Jahre Lastwagen-Verkehr

In der Kiesgrube Schönwohld werden bei der Wiederverfüllung keine belasteten Materialien eingelagert. Diese Zusage machte Guntram Lauenstein, Geschäftsführer der Firma Peter Glindemann, am Donnerstagabend in der Achterwehrer Einwohnerversammlung. Er hofft, die Grube bis Jahresende kaufen zu können.

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Die Kiesgrube Schönwohld wird seit 30 Jahren genutzt. Die Genehmigung zum Abbau endet 2020 – dann bleiben noch zehn Jahre Zeit, um das etwa 20 Hektar große Gelände wieder zu verfüllen.

Quelle: Torsten Müller

Achterwehr. Die aktuelle Brisanz war verpufft. Die meisten der etwa 50 Besucher hatten am Morgen in dieser Zeitung gelesen, dass die Eigentümerin der Kiesgrube mit dem Bau der ersehnten Umgehungsstraße begonnen hat. Damit erfüllt Anne Steiskal eine wesentliche Forderung aus dem trilateralen Vertrag zwischen ihr sowie der Gemeinde und dem Kreis Rendsburg-Eckernförde. In den Wochen zuvor hatten allerdings die vom starken Lkw-Verkehr genervten Schönwohlder mehrfach ihr Unverständnis zum Ausdruck gebracht, dass Verträge zwar geschlossen, aber nicht erfüllt worden seien. Anne Steiskal war in der Versammlung nicht anwesend. Der Kreis hatte ihr eine Frist bis zum Jahresende gesetzt, ansonsten sei der Vertrag hinfällig. Der Fegefeuerweg könnte dann nicht mehr als Zufahrt genutzt werden.

 Lauenstein bestätigte: „Wir sind in Verkaufsverhandlungen.“ Noch sei er aber weder Eigentümer noch rechtlicher Betreiber der Kiesgrube; seine Firma errichte lediglich die neue Zuwegung: „Wir arbeiten auf Rechnung.“ Für den Fall, dass der Kauf unter Dach und Fach sei, werde er sich an die Vereinbarungen und Auflagen halten, so der Geschäftsführer. Dies bedeutet: Die Auskiesung, die vor 30 Jahren auf dem 20 Hektar großen Gelände begonnen hat, endet definitiv 2020. Dann hat die Firma noch zehn Jahre Zeit, sie zu verfüllen. Lauenstein schloss die Einlagerung von Kanalaushub, Rückbau- und Deponie-Material sowie Atommüll aus: „Wir brauchen die Grube als Bodendeponie. Das ist für mich lukrativ“ Am Ende werde sie, egal, wie weit die Verfüllung gelinge, naturnah hergerichtet.

 Anwohner kritisierten den „Autobahn-mäßigen Ausbau“ der Umgehungsstraße. Der wassergebundene Weg wird 6,50 Meter breit sein und Begegnungsverkehr ermöglichen. „Es müssen noch viel mehr Lkw fahren, um in den verbleibenden vier Jahren, den Kies rauszuholen“, kündigte Lauenstein an.

 Kritik wurde gegen den früheren Eigentümer laut. Er habe Feldgehölze beseitigt und die Grube erweitert. Lauenstein bestätigte, dass der Kies bis 40 Meter vor der Autobahn 210 abgebaut werden könne. Anwohner pochten zudem auf die vertraglich mit der Kiesgrube vereinbarte Sanierung des Fegefeuerweges.

 Amtsdirektor Hans-Werner Grewin hob die Bedeutung des trilateralen Vertrages hervor: „Dadurch befindet sich die Gemeinde auf gleicher Höhe wie der Kreis.“ Anders als früher vom Kreis gehandhabt, werde die Gemeinde jetzt beteiligt. Das wünschen sich auch die Anwohner: Die Einwohnerversammlung hätten sie gern früher gehabt.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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