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Reetdachhäuser reihen sich auf der Neukoppel

Achterwehr Reetdachhäuser reihen sich auf der Neukoppel

Sie sind ein Symbol für die Idylle des Nordens: mit Naturreet gedeckte Wohnhäuser. In Achterwehr hat sich diese Idylle nicht nur erhalten, sie ist auch bewusst weiter entwickelt worden. In den 60/70er Jahren entstand die Reetdachsiedlung Schmalholt. Sie war Vorbild für die Fortsetzung dieser Bauweise auf der benachbarten Neukoppel. Doch die Überplanung des drei Hektar großen Geländes erstreckte sich über zehn Jahre; fünf mal wechselte der Erschließungsträger.

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Nach fünf Jahren kommt die Neukoppel in Achterwehr voran: Sieben Reetdachhäuser stehen bereits.

Quelle: Torsten Müller

Achterwehr. Erst 2010 ging’s mit neuen Eigentümern unter der Regie der Kieler Volksbank voran. Die Gemeinde unterzeichnete den Erschließungsvertrag und brachte den Bebauungsplan 7 für zunächst 28 Grundstücke unter Dach und Fach. Doch dann stockte die Entwicklung erneut. Potenzielle Käufer machten eine Bogen um die Neukoppel mit dem fantastischen Landschaftsblick. Lag’s am Reet?

 Gerd Schawaller von der Volksbank verneint: „Der Preis war nicht marktgerecht.“ Anfänglich kostete der Quadratmeter je nach Lage auf dem zum Ahrensee abfallenden Gelände zwischen 140 und 200 Euro. Zu teuer. Jetzt liegen die verbliebenen Grundstücke noch zwischen 105 und 125 Euro pro Quadratmeter, und die Volksbank verzeichnet nach eigenen Angaben eine „sensationelle Entwicklung“. Von den 26 Bauplätzen sind nur noch drei Einfamilien- sowie vier Doppelhausgrundstücke frei. „Das Reetdach ist kein Malus“, versichert Schawaller. Selbst junge Familien seien an der Neukoppel interessiert.

 Wegen der verzögerten Bebauung bat die Volksbank die Gemeinde um eine Änderung des Erschließungsvertrages. Ursprünglich war vereinbart, dass die Erschließungsstraße fertiggestellt werden muss, wenn 80 Prozent der Gebäude errichtet oder fünf Jahre vergangen sind. Da derzeit aber erst acht Reetdachhäuser gebaut oder im Entstehen sind, einigte sich der Eigentümer mit der Gemeinde darauf, den Endausbau bis auf Ende 2016 zu verschieben. Bei der gleichzeitigen Änderung des Bebauungsplanes stimmte die CDU jetzt nicht zu. Da auf der Neukoppel Wintergärten nicht mit Reet eingedeckt werden müssen, sieht sie darin eine Ungleichbehandlung gegenüber der Schmalholt-Siedlung.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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