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Schrottbaden: Besser als Ostereier suchen

Flintbek Schrottbaden: Besser als Ostereier suchen

Vor fünf Jahren wurde das "Schrottbaden" in Flintbek ins Leben gerufen. Am Ostersonnabend zogen nun wieder freiwillige Helfer los, um bei der Schrottspendenaktion Altmetall zu sammeln. Der Erlös kommt dem Freibad Flintbek zu Gute.

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Für die Trennung des Edelmetalls zuständig: Dirk Michelsen (links) und Jörg Ballschmieter sammen Zink, Zinn, Alu und Kupfer auf der Ladefläche des Transporters

Quelle: Beate König

Flintbek. Schrott statt Ostereier sammeln? „Was Besseres kann es am Ostersonnabend doch gar nicht geben“, sagt Kai Trachsel aus dem Förderverein Freibad Flintbek und wirft mit so viel Schwung Alugestänge, Wannen aus verrostetem Stahlblech und einen massiven Schraubstock in einen Container, dass dessen Wände dröhnen.

„Der Verein wird den Schrott verkaufen und den Erlös in die Reparatur und Modernisierung des Freibads investieren“, sagt Wulf Briege, der die Schrottspendenaktion vor fünf Jahren unter dem griffigen Namen „Schrottbaden“ ins Leben rief, um das Finanzpolster des Vereins aufzubessern.

Am Sonnabend fanden sich sechs Männer, eine Frau und vier Jungs als freiwillige Helfer ein, um kiloweise Altmetall aus der Halle des ehemaligen Betriebs von Uwe Hagedorn im Eiderkamp zu holen. „Die Witwe des verstorbenen Unternehmers hat uns freundlicherweise einen Teil des Werkstattinventars des Dachdecker- und Sanitärinstallationsbetriebs vermacht“, sagt Briege.

Hier sehen Sie Bilder vom Schrottbaden in Flintbek.

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Die Aktion hat wegen sinkender Schrottpreise mit sinkenden Einnahmen zu kämpfen. Vor fünf Jahren gab es pro angelieferter Tonne noch 120 Euro, erinnert sich Briege. Inzwischen ist der Preis auf durchschnittlich 60 Euro pro Tonne gefallen. Für edlere Metalle zahlt der Schrotthändler noch deutlich höhere Preise. Die freiwilligen Helfer sortierten deshalb akribisch Zinn, Zink, Messing, Kupfer und Alu aus. Auch alte Küchengeräte können die Schrottsammler annehmen, der Verwertungsbetriebs für den Schrott hat eine Recycling-Lizenz, sagt Briege.

Die Spendenfreude wächst jährlich. Zehn große Container wurden 2015 mit angeliefertem oder vom Förderverein abgeholten Altmetall befüllt. 3334 Euro kamen zusammen. „Davon haben wir im Freibad den neuen Zaun und die Hecke finanziert“, sagt Briege.

Weitere Sammelaktion

Vom 24. April bis 10. Mai steht für drei Wochen ein Container für Eisen- und Stahlspenden an der Ecke Rahmenkamp/Altkirchener Straße parat, ein weiterer auf dem Parkplatz beim Kleingartengelände. Wasserhähne, Spülen, Kupferrohre und Aluminium nimmt Briege direkt entgegen, der Förderverein holt auch Spenden ab. Infos unter Tel. 04347/999266. Eine Sondersammelaktion für alte Muttern und Schrauben ist am 1. Mai beim Fest der Wirtschaftsgemeinschaft Flintbek (WGF) geplant. Ziel: Eine Treckerschaufel mit gespendetem Metall füllen.

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