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Viele Berufe ausprobieren

Nortorf Viele Berufe ausprobieren

Den richtigen Beruf zu finden, ist gar nicht so einfach, und deshalb ist gut beraten, wer sich im Vorfeld von vielen Berufen ein Bild macht. Rund 100 Schüler der Gemeinschaftsschule Nortorf erproben derzeit in der Berufsbildungsstätte Kiel der Handwerkskammer Lübeck allerlei handwerkliche Berufe.

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Jonas (15, von links), Kevin (14) und Alida (14) probieren sich als Friseure und bekommen von Friseurmeisterin Nicola Gross Unterstützung.

Quelle: Sven Janssen

Nortorf/Kiel. Ob Friseur, Kfz-Mechaniker, Tischler, Sanitärfachmann oder in den Bereichen Floristik, Metallverarbeitung oder Elektro – zwei Wochen lang lernen die Schüler der achten Jahrgangsstufe alle Bereiche praktisch kennen. Berufsorientierung für allgemeinbildende Schulen heißt das bundesweite Programm, kurz BOP. „An den ersten zwei Tagen gibt es eine Potenzialanalyse, bei der die Schüler ihre Stärken und Schwächen erkennen“, sagte Gabriele Rau von der Bildungsstätte. Danach wird praktisch gearbeitet, jeder in allen Berufen im zweitägigen Wechsel.

 Echte Arbeitstage statt Schule, bei den Schülern kommt es an. „Es ist schon anstrengend, dafür hat man am Schluss Feierabend und muss keine Hausaufgaben mehr machen“, sagt Leonie, die zum ersten Mal in ihrem Leben einen Motor auseinander schraubt. Die Arbeit sei klasse und mache Spaß, erzählt sie, dennoch liege ihr Floristik noch mehr. Auch Nadine steht in der Werkstatt, feilt aus einem Metallklotz ein Mensch-ärger-Dich-nicht-Brett. „Ich mag lieber Büroarbeit, auch wenn es hier interessant ist“, hat sie für sich entschieden.

 Jonas lässt sich von Friseurmeisterin Nicola Gross das Frisieren zeigen. „Zum Glück darf hier niemand schneiden“, ulkt Mitschüler Kevin, der als Modell auf dem Stuhl sitzt und eine Elvis-Frisur verpasst bekommt. Friseur, das sei nichts für ihn, sagt Jonas, der 15-Jährige kann sich aber entspannt zurücklehnen, seinen Ausbildungsvertrag für Binnenfischerei hat er schon in der Tasche.

 600 Euro pro Schüler kostet die Berufsorientierung. Das Geld teilen sich Bund, Land und Schulverband, der auch die Busse von Nortorf nach Kiel finanziert. „Das finanzieren wir gern, weil es eine gute Sache ist, so komprimiert einen Überblick zu bekommen“, sagt Nortorfs Schulverbandsvorsteher Jochen Runge.

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