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Schüler träumen von Mallorca

Sparen für Klassenreise Schüler träumen von Mallorca

Nach Spanien für eine Abschlussfahrt? Genau das wollen die 17 Schüler der Klassen W3a und W3b an dem Förderzentrum Geistige Entwicklung gerne. Um diese Reise finanzieren zu können, haben sie eine pfiffige Idee entwickelt: die Schülerfirma „Work & Fun“.

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Produktive Schülerfirma: Solche Bänke aus aufbereiteten Europaletten bauen die Jugendlichen. Simon (von links), Angelique, Mika, Kasim, Susa, Dominik und Jana haben bereits drei Aufträge, die noch fertig gestellt werden müssen.

Quelle: Nora Saric

Nortorf. Die Jugendlichen bieten eine ganze Menge: Sie fertigen überwiegend eigene Produkte, wie beispielsweise Holzbänke aus aufgearbeiteten Europaletten, die je nach Wunsch des Kunden farblich gestaltet werden. Selbstgemachte Dekoartikel produzieren die Schüler, oder frische Marmelade unter strenger Einhaltung der Hygienevorschriften.

„Wir wollten in der Abschlussklasse mal etwas ganz Besonderes machen“, erzählt Sonderpädagogin Gesa Laue. Zusammen mit Liane Büstrin-Lohrer unterrichtet sie die beiden Klassen mit Schülern zwischen 15 und 19 Jahren. „Wir haben abgestimmt“, erzählt die 17-jährige Susa. „Die Mehrheit war zuerst für Spanien und dann für Mallorca.“ Keiner der Schüler ist bisher dort gewesen, nur ein paar wenige sind überhaupt schon geflogen. „Dann haben wir uns im Reisebüro erkundigt, was das kostet“, so Susa weiter, „und dann die Eltern, die Lehrer und den Direktor gefragt.“ Schulleiter Jochen Worpenberg findet die Idee spitze und fliegt auch als zusätzliche Aufsichtsperson mit.

Um sich den Traum vom Fliegen zu erfüllen, haben die Klassen eine Firmenvereinbarung mit der Schulleitung getroffen. Die Schüler haben Arbeitsverträge mit „Work & Fun“ und über die Aufträge wird Kassenbuch geführt. Auch das Ziel steht schon fest: Cala Mallor heißt der Ort auf der Balearen-Insel. Nächstes Jahr im Mai soll es los gehen.

Mit ihren Produkten fahren die Schüler zusammen mit Lehrern und Eltern in ihrer Freizeit auf Basare und Flohmärkte. Aber das ist noch nicht alles: „Work & Fun“ bietet auch Dienstleistungen an. Beim Laub harken helfen die Schüler ebenso wie beim Holz machen oder auch beim Sand und Salz streuen im Winter – auch in der Freizeit. Für das eingenommene Geld, erzählt Mika (15), wurde ein Konto eingerichtet, auf das die Schüler ihre Umsätze selbst einzahlen dürfen. Die Vorfreude ist riesig. „Wir wollen unbedingt das Geld für die Reise zusammenbekommen“, sagt Susa und schwärmt von Spanien. Auch im Unterricht beschäftigen sich die Schüler schon mit ihrem Reiseziel, mit der Kultur und der Sprache – und mit dem Abenteuer vom Fliegen.

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