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Kreis bringt Schulverband in Rage

Schülerbeförderung Kreis bringt Schulverband in Rage

Jochen Runge, Vorsteher beim Schulverband Nortorf, ist stocksauer auf den Kreis Rendsburg-Eckernförde. Im Streit um drohende Kürzungen von Geldern für den Schulverband fahre dieser eine Verzögerungstaktik: "Unverschämtheit".

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Die Schülerbeförderung sorgt für Ärger beim Schulverband Nortorf.

Quelle: Gunda Meyer

Nortorf. Jochen Runge, Vorsteher des Schulverbandes Nortorf, ist sauer. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde hat bereits im vergangenen Jahr Kürzungen festgelegt. Dabei ging es dem Kreis um Schüler, die mit Schulbussen fuhren, obwohl sie dazu laut Satzung nicht berechtigt  waren. Runge macht deutlich, es habe zwar Gespräche mit dem Kreis gegeben, in denen der Schulverband Einwendungen formuliert habe, "aber der Kreis fährt nur Verzögerungstaktik. Das ist eine Unverschämtheit!"

Im Schulverband Nortorf wurden bisher alle Schulkinder unabhängig von Entfernungen transportiert. Nun pocht der Kreis auf seine Satzung, wonach Schüler bis zur vierten Klasse erst ab zwei Kilometern Schulweg einen Anspruch auf einen Busplatz haben, Fünft- und Sechsklässler ab vier Kilometern und ältere Schüler ab sechs Kilometern.

Im Schulverband Nortorf sind von rund 600 Fahrschülern 130 bis 150 ohne diese Berechtigung gefahren, sagt Runge. "Der Kreis hat davon gewusst, weil das aus den Verwendungsnachweisen ersichtlich ist, die wir einreichen müssen und außerdem hat es den Kreis keinen Cent mehr gekostet." Der Schulverband habe eine Beförderungspauschale mit dem Kreis vereinbart. Deshalb gelte ein Vertrauensschutz. "Das überprüfen wir gerade", erklärt Martin Kruse, der Leiter des zuständigen Fachbereichs beim Kreis.

Der Kreis habe dem Schulverband gedroht, den Beitrag für die Beförderung für die Schuljahre 2015/16 und 2016/17 rückwirkend zu kürzen. Auch für das kommende Schuljahr drohen diese Kürzungen. "Wir hatten nur keine Chance, etwas zu ändern, weil der Kreis uns hinhält und die Eltern Klarheit brauchten", beschwert sich Runge.

"Wir bitten um Geduld, da das Gespräch mit dem Schulverbandsvorsteher erst Anfang Juli stattgefunden hat", sagt Kruse. Er rechne mit einem Ergebnis in ein bis zwei Wochen.

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