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Unkomplizierter Bus fahren

Schülerbeförderung Unkomplizierter Bus fahren

Um die Schülerbeförderung im Kreis Rendsburg-Eckernförde zu verbessern, ist in Langwedel am Mittwoch der Regionalentwicklungsausschuss angetreten. Die Ansätze der Fraktionen sahen dabei unterschiedlich aus. Der Ausschuss sprach sich unter anderem dafür aus, die Elternbeiträge zu erhöhen.

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Viel Interesse zeigten insbesondere Elternvertreter und Schulleiter an der Sitzung des Regionalentwicklungsausschusses, der sich mit der Schülerbeförderung im Kreis befasste.

Quelle: Sven Janssen

Langwedel. SPD und SSW wollten die Eigenbeteiligung der Eltern abschaffen. CDU, Grüne und FDP hielten dagegen und sprachen sich mit ihrer Ausschussmehrheit für eine Erhöhung der Jahresbeiträge aus. „Eine Abschaffung der Elternbeiträge würde 550000 Euro Mehrkosten bedeuten, das halten wir nicht für machbar“, begründete Thomas Kahle (CDU). Busfahren wird also teurer, für das erste Kind sollen zwölf Euro im Jahr mehr gezahlt werden, für das zweite Kind sechs Euro. „Erfreulich ist, dass uns selbst Elternvertreter signalisiert haben, dass sie bereit sind mehr zu zahlen, wenn die Qualität steigt“, sagte Ausschussvorsitzender Tim Albrecht (CDU). 85000 Euro sollen damit mehr eingenommen werden.

 In vielen Punkten waren sich die Fraktionen einig. So soll die Entfernung zur Schule künftig von der Wohnung des Schülers gemessen werden, um die Berechtigung für die Schülerbeförderung zu ermitteln. Und eine Schülerbeförderung auch innerorts möglich sein, wenn die Kilometergrenzen überschritten sind. Die wollten SPD und SSW auf maximal vier Kilometer ab Jahrgangsstufe fünf begrenzen, setzten sich aber nicht durch. Für Schüler ab der 7. Klasse gilt weiterhin ein Mindestabstand von sechs Kilometern.

 Einig war man sich, dass die Schüler nach Schulschluss höchstens 60 Minuten auf den Bus warten müssen. „Das ist nicht zumutbar“, sagte Norbert Sieverding, Schulleiter des Gymnasiums Kronshagen, der sich für deutlich kürzere Wartezeiten aussprach. Seine Schule ist vom geplanten Wegfall der Buslinie 640 nach der 7. Stunde betroffen. Einen Antrag von Michael Rohwer (SPD), zumindest den Erhalt des Busses für das Schuljahr zu garantieren, lehnte der Vorsitzende mangels Dringlichkeit ab. Das Thema solle auf einer Sitzung am 12. Oktober behandelt werden. „Bis mindestens zu diesem Zeitpunkt bleibt der Bus weiter im Einsatz“, sagte Albrecht.

 Für die geplanten Änderungen rechnen die Fraktionen CDU/FDP/Grüne mit Mehrkosten von 234000 Euro. Mehr Geld können Schüler künftig verdienen, wenn sie mit dem Rad statt mit dem Bus zur Schule kommen. Mit Stimmen von CDU, FDP und Grünen wurde die Radfahrentschädigung auf 10 Cent pro Kilometer erhöht. Wer zehn Kilometer entfernt wohnt, würde demnach bei Verzicht auf die Monatskarte pro Tag zwei Euro bekommen.

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