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Berühmte Legende liefert viel Stoff

Schülertheater Büdelsdorf Berühmte Legende liefert viel Stoff

Seeräuber in der Heinrich-Heine-Schule in Büdelsdorf: Schüler bringen „Störtebeker – Gottes Freund und aller Welt Feind“ auf die Bühne. Am Mittwoch und Donnerstag sind die Aufführungen. Lehrer Martin Michael Seifert hat Text und Musik selbst geschrieben.

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Noch leben die tragischen Persönlichkeiten des Stücks: Klaus Störtebeker (zweiter von rechts) und die Seeräuber haben Conrad Martinen gerettet und singen das Piratenlied.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Büdelsdorf. „Ihr seht topp aus. Alleine deswegen lohnt sich schon, sich das Musical anzusehen. Aber ihr habt auch topp gespielt.“ Martin Michael Seifert hat die Generalprobe für das Musical „Störtebeker – Gottes Freund und aller Welt“ Feind genutzt, um dem Ensemble aus 38 Schülern der 6. und 7. Klassen der Heinrich-Heine-Schule (HHS) für die Aufführungen am Mittwoch und am Donnerstag um 18 Uhr Mut zu machen und Selbstbewusstsein zu vermitteln .

 „Es wird eine Welturaufführung“, sagt Seifert nicht ohne Stolz. Denn der Musiklehrer hat nach dem Musiktheaterstück „Der kalte Garten“ vor fünf Jahren zum zweiten Mal Text und Musik für ein Musical der HHS geschrieben. „Die Person Störtebeker hat den Reiz ausgemacht. Die berühmte Legende bietet viel historischen Stoff, der wohl jedem Besucher bekannt sein dürfte“, begründet Seifert seine Entscheidung.

 Die Flagge der Hansestadt Hamburg, Seeräuberzeichen, Kästen mit leeren Bierflaschen, Schiffsruder, Piratenmast mit Strickleiter und Gewehre – Die Aula der Schule hat sich in die Seeräuberzeit Ende des 14. Jahrhunderts verwandelt. In dem von Seifert geschriebenen, fast zweistündigen Musiktheater geht Conrad, der Sohn des reichen Hamburger Kaufmanns Martin Martinen, auf einer Schiffsreise nach England über Bord. Störtebeker rettet den Jungen und erzieht ihn wie seinen eigenen Sohn. Doch dessen Vater hasst Störtebeker, weil er als grausamer Pirat seine Existenz bedroht. Martin Martinen lässt den Seeräuber köpfen, ohne zu wissen, dass dieser seinem Sohn das Leben gerettet hat.

 Heftige Rededuelle unter den Kaufleuten und Seeräubern sowie rockige Musik durch die Schulband – Temperamentvoll geht es auf der Bühne zu. Mucksmäuschenstill wird es in der herzzerreißenden Schlussszene. „Störtebekers Leben lag in deiner Hand. Du hat es ihm genommen, doch er hat mir mein Leben geschenkt“, klagt Conrad seinen Vater an.

 Störtebeker alias Torge Nielsen ist begeistert von seiner Aufgabe. „Ich darf den Bösewicht und gleichzeitig seine soziale Einstellung spielen“, sagt der Zwölfjährige. Auch Elias Arp (12) findet seine Rolle super. „Vor einem Jahr habe ich eine fröhliche Figur gespielt, jetzt verkörpere ich den fiesen Martin Martinen, der nur an Geld und Macht denkt.“

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