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Zu wenig Platz für zu viele Schüler

Schulausschuss Melsdorf Zu wenig Platz für zu viele Schüler

Die Melsdorfer Grundschule soll um ein bis zwei Klassenräume erweitert werden. Die Betreute Grundschule boomt, es werden stetig mehr Schüler. Der Schulausschuss behandelte nun Erweiterungsvarianten. Aber mit allen Bau-Möglichkeiten gehen Probleme einher. Die aktuellen Pläne beziehen die Garagen-Fläche neben dem Schulhof ein.

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Enge Raumverhältnisse: Der Neubau für ein neues Klassenzimmer der Grundschule Melsdorf könnte anstelle der Garagen rechts im Bild errichtet werden.

Quelle: Torsten Müller

Melsdorf. Die Melsdorfer Grundschule soll um ein bis zwei Klassenräume erweitert werden. Doch wie kann das auf dem beengten Gelände gelingen? Seit vergangenem Oktober entwickelt ein Planungsbüro Varianten, doch im jüngsten Schulausschuss überzeugte keine so richtig. Die Zeit drängt: Die Betreute Grundschule boomt.

 Die Grundschule ist schon längst mehr als ein Ort des reinen Unterrichtes. Die Betreuung der Schüler der vier Klassen hat erheblich zugenommen, und auch die Volkshochschule braucht Platz. Die Überlegung: Für eine Klasse wird außerhalb des alten Schulgebäudes ein neues Zimmer mit Gruppenraum gebaut. Das würde mehr Platz für die Betreute Grundschule schaffen. Sie arbeitet schon jetzt mit einer Ausnahmegenehmigung für 43 Kinder – zum Sommer könnte die Zahl sogar auf 53 steigen.

 Planer Reinhold Bock von Kieler Büro B2K baute in der Sitzung Enttäuschungen vor: „Wir sind mittlerweile bei der fünften Variante angekommen, aber mit keiner bin ich so wirklich glücklich.“ Blickpunkt planerischer Ideen ist vor allem das mit den Garagen für den Bauhof bebaute Bunker-Grundstück. Es grenzt unmittelbar an den Pausenhof. Die Garagen könnten zwar abgerissen und auf dem massiven unterirdischen Schutzraum ein kleiner Neubau errichtet werden.

 Doch, hoppla! Abstandsflächen zum Nachbarn, zu anderen Gebäuden und zu den gerade erst auf dem Schulhof für viel Geld sanierten Entwässerungsleitungen müssen eingehalten werden. Schon sieht sich die Phantasie des Architekten in ein zu enges Korsett geschnürt, und die Suche nach Alternativen beginnt: Hinter dem neueren Rolandbau gebe es auch noch eine Parzelle. Sie böte Platz für ein Klassenzimmer, aber nicht für einen zusätzlichen Gruppenraum; zudem wäre der Standort für Aufsichtskräfte schlecht einzusehen, und die Kinder müssten weitere Wege durchs Freie zur Toilette gehen.

 Der Ausschuss plädierte schließlich doch für das Bunkergelände. In zwei Wochen soll der Architekt eine optimierte Variante (ein Klassenzimmer plus größerem Gruppenraum) vorlegen. Kosten: gut 300000 Euro. Doch schon deuten sich neue Probleme an: Wie können auf dem engen Gelände Bagger und Baumaschinen arbeiten, ohne den Kindern von 7 bis 15.30 Uhr ins Gehege zukommen? Zudem schätzt Reinhold Bock, dass der Neubau „mit Glück“ zum Herbst fertig ist. Tina Lerchner von der Betreuten Grundschule sieht das mit Sorge: „Wir haben enormen Druck von den Eltern. Ich weiß nicht, wo wir die Kinder hinstecken sollen.“ Nach Ansicht von Bürgermeisterin Anke Szodruch (CDU) könnten die betreuten Kinder zum Mittagessen ins Bürgerhaus ausweichen. Das schmeckt den Betreuern aber nicht. Nach Ansicht von Detlef Ufert (SPD) muss die Betreute Grundschule „in Kauf nehmen, dass wir eine problematische Zeit vor uns haben“. Notfalls könne man nicht alle neuen Schüler aufnehmen.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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