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Digital lernen mit Tablets

Modellschulen ausgewählt Digital lernen mit Tablets

Das Bildungsministerium in Kiel hat das Thema Lernen in einer digitalen Gesellschaft zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit gemacht. Zu den 20 Modellschulen von 111 Bewerbern gehören das Berufsbildungszentrum Rendsburg-Eckernförde (BBZ), die Schule an den Eichen in Nortorf und die Heinrich-Heine-Schule in Büdelsdorf.

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Den Tablets wie vor Lisa Marie Lutter (links) und Antonia Schulz gehört die Zukunft in der Heinrich-Heine-Schule. Sie sollen die von der Schule zur Verfügung gestellten Laptops wie vor Steffen Dusek (rechts) und Patrick Liebrecht ersetzen.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. Das Miniksterium sieht es als ihre Aufgabe an, die Schulen bei den neuen Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung zu unterstützen. Es hatte deshalb einen Wettbewerb „Lernen mit digitalen Medien“ ausgeschrieben. Für die Bewerbung als Modellschule war ein nachhaltiges und innovatives Schulkonzept zum unterrichtswirksamen Einsatz digitaler Medien erforderlich.

 Ein Schwerpunkt der Bildungsgänge im BBZ mit Standorten in Rendsburg und Eckernförde ist die Fachoberschule in Abendform. „Für dieses Angebot haben wir die Form des Blended-Learnings entwickelt“, sagte Torge Indinger, Projektleiter sowie Lehrer für Wirtschaft und Mathematik. Zu bestimmten Zeiten sei entweder Präsenzunterricht im Klassenraum oder Onlineunterricht zu Hause am PC.

 Ein Konferenzprogramm ermögliche die externe Schulung durch die Lehrkraft. Über eine Webcam könnten sich die Beteiligten sehen, der Lehrer bestimme wie in der Schule den Unterricht. „Wir wollen allen Schülern bestmögliche Bildungschancen geben. Mit dem Blended-Learning erreichen wir, dass die Schüler, die über das Land verteilt wohnen, erheblich weniger Fahrzeit aufbringen müssen.“ 30 Schüler werden von sechs Lehrern unterrichtet.

 Auch am Förderzentrum Schule an den Eichen in Nortorf lernen die Kinder digital. „Zunehmend halten Tablets Einzug in den Unterricht und stoßen bei immer mehr Schülern und Lehrkräften auf hohes Interesse, vor allem wegen ihrer einfachen Bedienbarkeit, individueller Anpassungsmöglichkeiten an behinderte Nutzer, eines reichhaltigen, sinnvollen Angebots an Lern-Apps sowie großen Lernspaßes“, erläuterte Thomas Hallbauer, Beauftragter Unterstützte Kommunikation des Förderzentrums. Weitere zukünftige Tätigkeitschwerpunkte seien Fortbildungsangebote im Bereich digitaler Medien für Lehrkräfte, Ausbau von Lernkompetenzen für Schüler, die Entwicklung eines Führerscheins für digitale Medien und die Einbindung schuleigener Tablets in den Schulserver.

 Vor fünfeinhalb Jahren hat die Heinrich-Heine-Schule in Büdelsdorf die erste Laptop-Klasse eingerichtet. Aktuell verteilen sich in der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe über 150 mobile Endgeräte auf Lerngruppen vom fünften Jahrgang bis zur Oberstufe. „Mit Wartung und Pflege stoßen wir an unsere Grenzen“, sagt der stellvertretende Schulleiter Lars Grote. Deshalb werden eigene Geräte von Zuhause mitgebracht. Die Oberstufenschüler seien die ersten, denen die Schule ermöglicht, mit ihren eigenen mobilen Endgeräten wie Tablets das WLAN-Netz der Schule zu nutzen.

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