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„Wir kümmern uns um die Schüler“

Schulsozialarbeit „Wir kümmern uns um die Schüler“

Seit Mai 2010 gibt es an allen Schulen in Trägerschaft der Stadt Eckernförde Schulsozialarbeit. Daniel Frank, Katja Sommer, Christian Pfluger und Birte Stoffers sind die Vertrauenspersonen für Schüler von der ersten bis zur letzten Jahrgangsstufe.

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Haben immer ein offenes Ohr: Praktikantinnen Kerstin Vogt und Nesrin Grünau mit den Sozialpädagogen Birte Stoffers, Katja Sommer und Christian Pfluger (von links).

Quelle: Alev Dogan

Eckernförde. Im Gespräch erzählten die Sozialpädagogen von ihrer Arbeit und den Erfahrungen, die sie in den fünf Jahren bisher machten.

 „Eigentlich kümmern wir uns um alles, was die Schüler beschäftigt“, erzählt Birte Stoffers. „Ob Probleme untereinander, Probleme mit Lehrern, Eltern oder Liebeskummer.“ Den größten Teil der Arbeit mache die Beratung und Unterstützung der Schüler aus. „Wir beraten aber auch Lehrer und Eltern“, sagt Daniel Frank. Neben der kollegialen Zusammenarbeit mit Lehrern gibt es auch die Konstellation Kunde – Dienstleiter: „Wir organisieren Projekte wie zum Beispiel Sozialkompetenztrainings oder die Streitschlichterausbildung“, so Stoffers. Gleichzeitig wissen die Lehrer, an wen sie sich wenden können, wenn es konkrete Probleme gibt. „Viele Lehrer wollen helfen, doch ihnen fehlt schlichtweg die Zeit“, erklärt Katja Sommer. „Sie wissen, dass wir aus genau diesem Grund da sind und wenden sich an uns. Das ist ein klarer Vorteil für alle Beteiligten.“

 Wie ist es denn um die Eckernförder Schulen gestellt? Herrscht Mobbing zwischen Klassenzimmer, Pausenhof und Smartphone? „Der Begriff ,Mobbing’ wird in letzter Zeit explosionsartig für jede Tat genutzt“, so Stoffers, „in den seltensten Fällen handelt es sich jedoch um Mobbing.“ „Von Mobbing spricht man der Definition nach, wenn Handlungen wiederholte Male und über einen längeren Zeitraum – drei Monate – geschehen“, erklärt Frank. Mittlerweile heiße es nach ein, zwei Tagen schon: „Der mobbt mich.“ Also sind die vielen Meldungen von Cybermobbing überzogen? „Jein“, so die Pädagogen. Ein Großteil der Probleme seien meist normale Konflikte. Die neuen Medien seien seltener ein Problem an sich, sondern vielmehr eine weitere Arena auf der bestehende Konflikte ausgetragen werden. „Anders natürlich Fälle, in denen zum Teil intime Fotos an Unberechtigte weitergeleitet werden. Das kommt selten vor, aber wenn es mal passiert, ist es umso verstörender für die Opfer“, so Pfluger. Die Schulung im Umgang mit den neuen Medien sei in jedem Fall wichtig. „Denn eines muss man klar sagen“, so Pfluger, „Eltern überschätzen ihre Kinder in der Kompetenz, mit Smartphones umzugehen.“ Das „Eintrittsalter“ in die Welt von Whatsapp, Facebook und Co. werde immer jünger.

 „Zum Beispiel schickt eine 14-jährige Schülerin ihrer neunjährigen Mitschülerin über einen solchen Chat einen Kettenbrief“, erzählt Sommer. Darin steht: Sollte die Neunjährige den Brief nicht weiterverschicken, drohe eine Gefahr aus dem eigenen Schlafzimmerschrank, der nachts von bösen Geistern bewohnt sei. Das Mädchen habe nächtelang nicht schlafen können, weil sie es geglaubt habe. „Wenn Eltern ihrem zehnjährigen Kind ein Smartphone schenken, können sie Regeln aufstellen“, sagt Pfluger. „Man kann sich jeden Abend mit dem Kind zusammensetzen und schauen, was an dem Tag auf dem Gerät so passiert ist.“ Bei einem Viertklässler gehöre das Handy nicht mit dem Hinweis auf Privatsphäre versiegelt.

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