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Schulsozialarbeiter entlasten jetzt Lehrer

Melsdorf Schulsozialarbeiter entlasten jetzt Lehrer

An den fünf Grundschulstandorten im Amt Achterwehr sind jetzt Schulsozialarbeiter im Einsatz – pro Woche und Schule jeweils einen Tag. Diese Aufgabe haben zwei Diplom-Sozialpädagogen des kirchlichen Jugendhilfe-Netzwerkes Nordost übernommen. Es gehört zur Gruppe der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie.

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Ansprechpartner für Schüler: Thomas Laug und Stephanie Ulrich sind die neuen Schulsozialarbeiter an den fünf Schulstandorten im Amt Achterwehr.

Quelle: Torsten Müller

Melsdorf. Stephanie Ulrich wird an der Regenbogenschule in Strohbrück und Melsdorf sowie an der Grundschule Felde mit der Außenstelle Westensee präsent sein. Thomas Laug konzentriert sich auf den Bredenbeker Standort. Sabine Simon, Rektorin der Regenbogenschule, ist erleichtert: „Die Schulsozialarbeiter sind eine Bereicherung für uns. Sie entlasten die Lehrkräfte.“ Die Familien habe sich in den vergangenen Jahren verändert. Die Lehrer seien auf die Probleme, die daraus entstünden, nicht ausreichend vorbereitet: „Wir sind Lehrer, keine Sozialpädagogen.“ Simon ist überzeugt: „Schule muss heute aus einem großen Team bestehen.“

 Noch sind die beiden Sozialarbeiter in der Kennenlern-Phase. Sie nehmen am Unterricht teil, stellen sich den Schülern in den Pausen als Ansprechpartner zur Verfügung und knüpfen den Kontakt zu den Eltern. „Wie heißt du? Bist du jetzt immer hier?“, diese Fragen bekam Stephanie Ulrich am Anfang häufig zu hören. Jetzt hat sich bereits eine gewisse Vertrauensbasis gebildet, sodass sie auch Persönlicheres und Belastenderes von den Schülern erfährt. Da entpuppt sich ein Bauchweh plötzlich als Abneigung, in den Sportunterricht zu gehen. „In diesem Fall reichte es, einfach nur zuzuhören, sodass das Kind schließlich doch bereitwillig am Unterricht teilnahm“, erzählt Ulrich.

 Doch es gibt auch verhaltensauffällige Kinder, die größerer Zuwendung bedürfen. „Jedes Kind hat eine Geschichte, die man oft erst herauskitzeln muss“, sagt die Rektorin. Gerade unter Jungen werden Konflikte durchaus auch handgreiflich ausgetragen. Thomas Laug versucht, solche Konflikte im vertraulichen Gespräch mit den Schülern zu klären und Alternativen im Handeln zu ermöglichen, sodass sie lernen, eigene Verantwortung zu übernehmen und ihren Selbstwert stärken zu können. Datenschutz und Vertraulichkeit sind dabei selbstverständlich.

 Hans Vöske, Abteilungsleiter des Jugendhilfe-Netzwerkes, sieht die neutralen Schulsozialarbeiter als Bindeglied zwischen Lehrern und Eltern. Er begrüßt die Kooperation mit der Betreuten Grundschule, da einige Konflikte erst dort zum Tragen kommen.

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Ein Artikel von
Torsten Müller
Redaktion Holsteiner Zeitung

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