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Kleine Lösung bringt auch mehr Platz

Schulumbau in Westensee Kleine Lösung bringt auch mehr Platz

In Westensee wird es einen „Schulumbau light“ geben. Die vom Schulausschuss beschlossene Umbaulösung ist vom Tisch. Einstimmig entschied sich der Finanzausschuss jetzt für die günstigste Variante. Statt 70000 Euro sollen nur noch 26000 investiert werden.

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Auch ohne großen Umbau sollen die Westensseer Schüler künftig zwei Quadratmeter Platz pro Schüler haben.

Quelle: Sven Janssen

Westensee. 50000 Euro hätte die Gemeinde nach den Plänen von Architekt Torsten Modrow investieren müssen, um das Platzproblem des jahrgangsübergreifenden Unterrichts, seit August 2015 werden zwei Klassen zusammen unterrichtet, zu lösen. 20000 Euro extra waren noch einmal für neues Mobiliar eingeplant. Als „artgerechte Unterbringung“, statt „Käfighaltung“ hatte Lehrerin Wiebke Springer die Lösung im November bezeichnet, die auch das gelegentliche Teilen der vier Klassen ermöglicht hätte.

 Statt des großen Umbaus schlug Finanzausschussvorsitzender Detlev von Bühlow (CDU) vor, den PC-Raum, der jetzt zwischen den beiden Klassenräumen liegt, als Lagerraum für die Materialien der Klassen zu nutzen und von beiden Klassenräumen aus zugänglich zu machen. „Dazu müssen wir zwei Türen einbauen, dass kostet maximal 6000 Euro“, so Bühlow.

 Alle Schränke und Materialien könnten aus den Klassenräumen herausgenommen werden, sodass genügend Platz da wäre. Rein rechnerisch zwei Quadratmeter pro Kind, das sei die Mindestanforderung bei Schulneubauten. Mehr Platz hätte auch die größere Lösung nicht geschaffen. Die Erneuerung des Mobiliars sei trotzdem erforderlich, sodass die Gesamtlösung 26000 Euro koste. Eine Förderung durch die Aktivregion, die für die große Lösung wahrscheinlich rund 23000 Euro betragen hätte, gäbe es dann aber nicht.

 „Die Schulleiterin trägt jede Entscheidung der Gemeinde mit und stülpt mit Unterstützung des Kieler Institutes für Qualitätsentwicklung an Schulen (IQSH) ein pädagogisches Konzept darüber“, versicherte Bürgermeister Adolf Dibbern (CDU). Das sei das Ergebnis eines Gespräches am 8. Februar. Auf Nachfrage räumte Dibbern ein, dass die Ansichten der Lehrkräfte durchaus unterschiedlich seien. Auf die Empfindlichkeiten Einzelner müsse aber keine Rücksicht genommen werden, da alleine die Schulleitung und IQSH das Konzept entwickeln würden. Dass der Raum für die PCs wegfalle, sei nicht schlimm. Das IQSH habe versichert, dass man heutzutage mit Laptops arbeite, für die man keinen eigenen Raum mehr bräuchte. Im Übrigen seien die PCs eher selten genutzt worden.

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