15 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Brügger Grundschule vor dem Aus?

Schulverband muss sparen Brügger Grundschule vor dem Aus?

Der Schulverband Bordesholm erwägt eine Schließung der Brügger Grundschule – aus Kostengründen. Die Entscheidung ist für Mittwoch, 20. Juli, ab 19.30 Uhr im Rathaus vorgesehen. Es deutet sich ein knappes Abstimmungsergebnis an. Im Finanzausschuss des Verbands gab es ein Patt.

Voriger Artikel
Schüler trainieren soziale Kompetenz
Nächster Artikel
Ladestation neben dem Schulhof

Wird der Schulverband die Grundschule in Brügge schließen? Die Entscheidung fällt am 20. Juli.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm/Brügge. Seit 2011 ist die Brügger Schule, in der gut 60 Schüler unterrichtet werden, Außenstelle der Landschule an der Eider in Wattenbek – dort wäre aber auch noch Platz für die Brügger.

 Auslöser für den neuen Anlauf ist die angespannte Finanzlage im Schulverband. Die Umlage, die von den 16 Orten getragen wird, soll von 2,2 auf 2,45 Millionen Euro bis 2018 steigen. Das für die Modernisierung der Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule aufgenommene Darlehn, dessen Tilgung sich ab 2017 jährlich mit 145000 Euro bemerkbar macht, ist ausschlaggebend. Insbesondere kleinere Gemeinden stöhnen jetzt schon unter der finanziellen Last und fordern eine stabile Umlage. Die Verbandsspitze um Vorsteher Manfred Christiansen (Bürgermeister Sören) hat einen Sparkatalog mit vier Maßnahmen ausgearbeitet.

 Neben der Schließung der Brügger Grundschule, wodurch jährlich 70000 Euro eingespart werden sollen, sind der Verkauf des Einfamilienhauses in der Schulstraße 4 neben der Lindengrundschule in Bordesholm – geschätzter Verkaufserlös bis 250000 Euro – sowie Einsparungen bei den Budgets der vier Schulen – jede Einrichtung soll auf zehn Prozent verzichten, Volumen 25000 Euro – und bei der Volkshochschule (2500 Euro) geplant.

 Bis auf das Grundschul-Aus hat der Finanzausschuss alles einstimmig empfohlen. „Ich kann die Kritik verstehen, aber ich bin für die Zusammenlegung von Wattenbek und Brügge“, betonte Volker Techow. Der Bauausschusschef betonte, dass in Brügge hohe Sanierungskosten anstehen würden. Werner Kärgel, Bürgermeister in Brügge, machte seinem Unmut Luft. Er erinnerte an die Bestandsgarantie bis 2017. Liberté Büssow, Schulleiterin in Wattenbek, machte deutlich, dass man in den nächsten Jahren pro Jahrgang mit 50 Schülern rechnen könne. Bärbel Volkers (SPD Bordesholm) sprach sich für den Erhalt aus: „Die Schule und die benachbarte Kita passen zusammen.“ Reesdorfs Bürgermeister Bernd Jamrath sprach von „einem Juwel, das man erhalten sollte“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3