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Weiter Streit um Schülerbeförderung

Nortorf Weiter Streit um Schülerbeförderung

Die Auseinandersetzung zwischen dem Schulverband Nortorf und der Kreisverwaltung in Rendsburg über die Schülerbeförderung geht weiter. Schulverbandsvorsteher Jochen Runge kritisiert die Regelung für die Kriterien, wann ein Schüler die Beförderung nutzen darf.

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Der Neuregelung der Schülerbeförderung durch den Kreis ist für den Schulverband Nortorf nicht transparent genug.

Quelle: Beate König

Nortorf. Wer darf in den Schulbus, und wer wohnt zu dicht an der Schule? Seit mehr als einem Jahr schwelt der Streit zwischen der Kreisverwaltung und den Schulverbänden, für wen die subventionierten Monatskarten für Schulbusse ausgegeben werden dürfen. Der September-Beschluss des Kreistags sieht vor, dass künftig für jeden einzelnen Schüler der Schulweg von der Haustür bis zur Schule ausgemessen wird.

Ab dem Schuljahr 2018/2019 und bis zur Neuausschreibung der ÖPNV-Verträge soll die neue Form der Distanzbestimmung gelten, dann steht eine Satzungsänderung im Schulverband an. Für Grundschüler gilt für die Beförderung ein Mindestabstand von zwei Kilometern zur Schule, für Schüler der fünften und sechsten Klasse die Distanz von vier Kilometern, für Siebt- bis Zehntklässler die Distanz von sechs Kilometern. Schulverbände im Kreis kritisieren am Beschluss, dass der Sicherheitsaspekt nicht bedacht worden sei: Der kürzeste Schulweg sei nicht immer auch der sicherste für die Kinder.

Runge kritisiert zudem die Zulassungskriterien zum Bus: Ein Siebtklässler, der beispielsweise 5,9 Kilometer entfernt wohnt, darf nicht mitfahren, wenn er auf die nächstgelegene Schule geht. Geht er auf eine weiter entfernte Schule, darf er zusteigen, wenn die Eltern über einen doppelten Elternbeitrag eine Monatskarte finanzieren.

Runge fehlt zudem Transparenz vonseiten des Kreises: Die Kreisverwaltung gebe Sitzungsprotokolle nicht heraus. „Das ist sonst ein übliches Verfahren.“ Mit den Schriftstücken hätte der Schulverband belastbare Aussagen der Kreismitarbeiter zum weiteren Vorgehen. Er droht, sich mit anderen Schulverbänden zusammenzuschließen und Rechtsanwälte mit der Überprüfung der Arbeitsweise der Kreismitarbeiter zu beauftragen. „Es ist eine absolute Missachtung des Ehrenamtes“, warf er den Verwaltungskräften vor.

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