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Anleger für Ersatzfähre eingerichtet

Schwebefähre Rendsburg Anleger für Ersatzfähre eingerichtet

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt hat am Mittwoch den Anleger für die Ersatzfähre für die beschädigte Schwebefähre am Nord-Ostsee-Kanal eingerichtet. Die erste Fahrt ist am 7. Juni. Osterrönfelder wollen am Freitag mit einer Menschenkette die dauerhafte Fährverbindung fordern.

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Julian Skiba (rechts) und Rolf Ehlers vom WSA entfernen eine Leitplanke am neuen Anleger.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) richteten am Mittwochvormittag den Anleger für die Ersatzfähre am Nord-Ostsee-Kanal ein. Bei Bedarf wird die Fähre Fußgänger als Ersatz für die Schwebefähre auf das andere Kanalufer bringen. Am 7. Juni soll die neue Verbindung zum ersten Mal zum Einsatz kommen.

 Große Umbaumaßnahmen würden für die neue Verbindung nicht nötig werden, sagte Lutz Peers, zuständiger Bauingenieur des WSA. Glücklicherweise hätten die Schiffe der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel, die als Ersatz vorgesehen sind, lange Gangways, sodass an der Kaimauer keine Veränderungen nötig seien. „Die Hafenkante ist im Norden etwas höher als im Süden“, so Peers. „Probleme gibt es durch das stärkere Gefälle allerdings nicht.“

 So müssen die Mitarbeiter des WSA lediglich einen Durchgang in der Leitplanke freimachen, die die Straße im nördlichen Bereich des Kreishafens von der Kanalkante trennt, sowie Sicherheitsmaßnahmen wie Rettungsring und -stange anbringen. „Theoretisch könnten wir schon heute fahren“, meinte Peers, aber momentan bestünde der Bedarf nicht. So werde die Verbindung nur während besonderer Großveranstaltungen wie der Norla oder bei Problemen im Fußgängertunnel verkehren. Dabei koste eine Acht-Stunden-Schicht der Fähre rund 2000 Euro zuzüglich der Mehrwertkosten sowie Kosten für die An- und Abfahrt von rund 2500 Euro, teilte das WSA mit. Letztere Summe würde bei mehrtägigen Einsätzen der Schiffe entsprechend nur einmal fällig.

 Am 7. Juni werden die Aufzüge im Fußgängertunnel gewartet, dann soll die Ersatzfähre die Anlieger westlich des Schwerlasthafens auf der Südseite und westlich des Kreishafens auf der Nordseite zum ersten Mal ansteuern und Menschen befördern.

 Die Gemeinde Osterrönfeld bekräftigte nun noch einmal ihre Forderung nach einer dauerhaften Ersatzfähre. „Wir brauchen einen ständigen Ersatzverkehr sowie eine schnelle Reparatur der Schwebefähre“, betonte Bürgermeister Bernd Sienknecht. Ein halbes Jahr sei seit dem Unfall vergangen, über die Gutachtenphase sei das WSA jedoch nicht hinausgekommen. Am Freitag um 13 Uhr soll deshalb eine Menschenkette am Südufer von der Hochbrücke bis zum Fußgängertunnel gebildet werden. Damit werde unterstrichen, wie wichtig die Verbindung in der Region sei. Wie viele Menschen am Freitag teilnehmen, konnte der Bürgermeister nicht sagen. „Es ist ein spontaner Aufruf.“

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