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Eine schwimmende Fähre als Ersatz?

Schwebefähre Rendsburg Eine schwimmende Fähre als Ersatz?

Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Kiel-Holtenau will den Einsatz einer schwimmenden Fähre als Ersatz für die kaputte Schwebefähre in Rendsburg prüfen. Die Behörde sucht einen privaten Betreiber. Unklar seien die Kosten. Auch sei der Einsatz einer Ersatzfähre  nicht kurzfristig möglich.

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Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) will den Einsatz einer schwimmende Fähre als Ersatz für die kaputte Schwebefähre in Rendsburg prüfen.

Quelle: hjs

Rendsburg. Damit würde erstmals seit über 20 Jahren eine schwimmende Ersatzfähre zwischen Rendsburg und Osterrönfeld pendeln. Nach bisherigen Vorstellungen würde das Boot für Radfahrer und Fußgänger zwischen dem östlichen Rand des Schwerlasthafens auf der Osterrönfelder Seite und dem östlichen Rand des Kreishafens am Rendsburger Ufer diagonal über den Kanal pendeln. Die Strecke wäre etwa 310 Meter lang, sagt das WSA. Auf der Osterrönfelder Seite wäre ein Anleger vorhanden. Am Rendsburger Ufer wären Bauarbeiten nötig.

Die Behörde will im Februar ein Interessensbekundungsverfahren starten. Private Betreiber von Fähren blieben dann drei Wochen, um Angebote abzugeben. Zuvor seien unter anderem Sicherheitsfragen zu klären. Darauf hat sich am Dienstag eine Runde mit den Bürgermeistern von Rendsburg und Osterrönfeld, Pierre Gilgenast und Bernd Sienknecht, sowie Vertretern des Kreises Rendsburg-Eckernförde und des WSA geeinigt. Unklar ist nach Einschätzung des WSA, wann - wenn überhaupt - die schwimmende Fähre kommt. Mit Sicherheit sei das weder im Februar noch im März der Fall. Konkretere Aussagen zu treffen, „wäre spekulativ erster Güte“, meinte Sprecher Matthias Visser.

Die Behörde wolle auch prüfen, ob eine Ersatzfähre wirtschaftlich sinnvoll ist, erklärte ihr Chef Dieter Schnell. Er erwarte, „dass es eine von allen getragene Finanzierung geben muss“. Er schloss damit Osterrönfeld und Rendsburg ein. Das WSA geht davon aus, dass es keinen alten Rechtsanspruch auf den Betrieb einer Fähre an der Stelle gibt.

Die Runde will sich um ein Gespräch beim Bundesverkehrsministerium in Berlin bemühen. Angestrebt ist ein Termin im Februar ab der siebten Kalenderwoche.

Es spreche derzeit nichts dafür, dass die Schwebefähre irreparabel ist, sagte Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast. „Es ist und bleibt unser Ziel, unsere Schwebefähre wieder im aktiven Einsatz zu sehen.“ Das WSA will das Teil im März von der Eisenbahnhochbrücke abhängen und in ihrem nahe gelegenen Bauhof an der Blenkinsopstraße in Rendsburg untersuchen lassen. Die Staatsanwaltschaft hat das Wrack beschlagnahmen lassen, damit Sachverständige ein Gutachten zur Unfallursache erstellen können. Ihre Sprecherin Birgit Hess erklärte gestern, sie könne nicht sagen, wann  die Schwebefähre wieder freigegeben wird.

Die über 100 Jahre alte Fähre wurde am vorvergangenen Freitag bei einer Kollision mit einem Frachter schwer beschädigt. Seitdem liegt sie aufgebockt am Osterrönfelder Kanalufer. Das WSA erwartet einen Millionenschaden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 52 Jahre alten Fährführer. Ob er inzwischen vernehmungsfähig ist und Angaben gemacht hat, wollte Birgit Heß am Dienstag nicht sagen. Das WSA biete dem Mann psychische Unterstützung an, erklärte WSA-Chef Schnell. „Wir kümmern uns um ihn.“ Dem Maschinisten gehe es nach wie vor „den Umständen entsprechend“.

Ersatz für die Schwebefähre ist der  gut einen Kilometer Luftlinie entfernte Fußgängertunnel. Allerdings sind dessen Fahrstühle störanfällig. Um sie bei Pannen schnell reparieren zu können, hat das WSA Ersatzteile wie Getriebe bestellt. Es könne aber Wochen dauern, bis diese eintreffen.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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Entschluss
Foto: Die beschädigte Schwebefähre soll schnellstmöglich repariert werden.

Die beschädigte Rendsburger Schwebefähre soll weiter betrieben werden. „Unser Ziel ist es, die Schwebefähre so schnell wie möglich zu reparieren und instand zu setzen“, sagte der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Prof. Hans-Heinrich Witte, am Dienstag.

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