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Knapp an der Katastrophe vorbei

Schwebefähre Knapp an der Katastrophe vorbei

Dieses Unglück hätte noch weitaus schlimmer enden können. Die Rendsburger Schwebefähre ist am frühen Freitagmorgen gegen einen Frachter auf dem Nord-Ostsee-Kanal geprallt. Zwei Menschen wurden dabei verletzt.

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Die Schwebefähre Rendsburg ist von einem Frachter (Hintergrund) gerammt worden.

Quelle: Frank Behling

Rendsburg. Um 6.38 Uhr stieß die Schwebefähre mit der „Evert Prahm“ zusammen. In einem Video, das von einer Webcam im Kreishafen aufgenommen wurde, ist der Zusammenstoß deutlich zu sehen.

 

Die Schwebefähre wird dabei durch die Wucht des Aufpralls um mehrere Meter zurückgeworfen. Ein Polizist sagte, dass sein Kollege, der sich zu dem Zeitpunkt an Bord der Schwebefähre auf dem Heimweg befand, quer über das Deck geschleudert wurde. Glücklicherweise habe er einen Fahrradhelm getragen. Der Fährführer erlitt dagegen schwere Verletztungen. Zur Unglücksursache gab es am Freitag keine Aussagen. Der Schiffsverkehr hat auf dem Kanal Vorfahrt, eigentlich hätte die Schwebefähre warten müssen. Bei der Kollision wurden die Halteseile der denkmalgeschützten Schwebefähre stark beschädigt; sie war deshalb nicht mehr manövrierfähig und wird für längere Zeit ausfallen. Der Verkehr auf dem Kanal und der Eisenbahnhochbrücke kam für mehrere Stunden zum Erliegen. Die Schwebefähre wird von Fußgängern, Radfahrern und Autos benutzt. Sie transportiert täglich etwa 520 Fahrzeuge und 1700 Menschen. „Eine Stunde später hätten wir möglicherweise eine größere Zahl an Geschädigten gehabt“, sagte Polizeisprecher Sönke Hinrichs. „Gott sei dank ist das nicht so passiert.“

Hier sehen Sie Bilder von dem Unfall an der Schwebefähre in Rendsburg.

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 Nach dem Zusammenstoß am Freitagmorgen waren rund 80 Kräfte von Polizei, Wasserschutzpolizei, Rettungsdienst und Feuerwehr im Einsatz. Spezialisten schafften es nach mehreren Stunden, die Schwebefähre wieder sicher in ihre Laufschiene einzuhängen. Arbeiter zogen sie dann Stück für Stück mit Muskelkraft zur Südseite. Die Eisenbahnhochbrücke wurde durch die Kollision nicht beschädigt. Am späten Nachmittag waren die Rettungs- und Bergungsarbeiten abgeschlossen. Bahn- und Schiffsverkehr wurden wieder freigegeben.

Von Malte Kühl und Frank Behling

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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