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Lieber handgeschrieben als digital

Ansichtskarten Lieber handgeschrieben als digital

Per E-Mail, SMS oder WhatsApp geht es schneller und günstiger. Dennoch: Die drei Eckpfeiler der digitalen Kommunikation haben es bisher nicht geschafft, der guten alten Ansichtskarte den Rang abzulaufen. Nach wie vor verschicken Urlauber gern handgeschriebene Grüße an ihre Lieben zu Hause.

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Joachim Friedhoff aus Gelsenkirchen verbringt zum 26. Mal seinen Urlaub in Surendorf. Allerdings verschickt er kaum noch Ansichtskarten, „denn meine Familie und meine Freunde kennen schon alle Motive“. Gern nimmt er sich aber Karten mit besonders schönen Aufnahmen, wie zum Beispiel diese Küstenansicht, mit nach Hause.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Schwedeneck/Strande.  Auf den Karten wird der gewählte Ort der Sommerfrische natürlich in den schönsten Farben gezeigt, der Himmel ist immer blau, der Raps steht in voller Blüte und leuchtet knallgelb unter einem Himmel, an dem sich höchstens ein paar kleine Schäfchenwolken zeigen dürfen. Das ist in Schwedeneck und Strande nicht anders als auf Mallorca oder Korsika.

 „Ja, das Geschäft mit den Ansichtskarten läuft nach wie vor gut“, bestätigt Norbert Ehrich, Touristik-Chef der Gemeinde Schwedeneck. Der Urlauber kann im direkt am Strand gelegenen Treffpunkt in Surendorf zwischen Dutzenden von Motiven wählen. „Die Steilküste, Leuchttürme und Segelschiffe, das geht immer“, weiß Ehrich. „Und Kinder mögen besonders Tiermotive.“ Da macht es offenbar auch nichts, wenn sich ein Seehund an den Ostseestrand verirrt, obwohl diese Spezies eigentlich an die Nordsee gehört.

 Längst kochen die einzelnen Ferienorte nicht mehr ihr eigenes Süppchen, sondern haben sich zu großen und schlagkräftigen Gemeinschaften wie der Lokalen Tourismusorganisation (LTO) Eckernförder Bucht zusammengeschlossen. Im vergangenen Jahr kamen Geschäftsführer Stefan Borgmann aus Eckernförde, Norbert Ehrich und der Strander Touristik-Chef Heiko Drescher auf die Idee, eine eigene Postkarten-Kollektion auf den Markt zu bringen. Verwendet wurden dafür Bilder, die ein Fotograf für das Urlaubermagazin der LTO Eckernförder Bucht gemacht hat. „Für die Luftaufnahmen hat der Fotograf eine Drohne eingesetzt“, so Heiko Drescher. Fotografiert wurde im Mai, als der Raps in voller Blüte stand.

 Die Strände, der Campingplatz und die neuen Ferienhäuser in Surendorf, der Jachthafen in Strande und der Bülker Leuchtturm aus der Luft und professionell in Szene gesetzt: Norbert Ehrich und Heiko Drescher freuen sich, dass diese Ansichtskarten – erhältlich nicht nur im normalen Postkartenformat, sondern auch als Panoramakarte oder in einer XXL-Version – reißenden Absatz finden. Und das nicht nur bei Urlaubern. Auch Einheimische gehören nach Auskunft der Touristik-Chefs zu den Karten-Kunden. Ihnen gefällt offenbar, wie schön ihr Wohnort von oben fotografiert wurde. „Eventuell werden im nächsten Jahr weitere Bilder produziert“, so Heiko Drescher.

 Die Motive sind nicht nur als Postkarte erhältlich, sondern können über die Homepage der LTO (www.eckerfoerderbucht.de) zum Teil auch als sogenannte E-Cards verschickt werden. Am beliebtesten ist jedoch nach wie vor die klassische, handgeschriebene Version. Norbert Ehrich: „Für mich ist das auch eine Frage der Wertschätzung.“

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Burkhard Kitzelmann
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